China Market Insider Nächster Schritt in die Abhängigkeit für Deutschlands Autobauer?

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Sven Prawitz

China rettet die deutsche Autoindustrie aus dem Corona-Tief. Sind die deutschen OEMs zukunftsfähiger als der Automobilstandort Deutschland?

Das E-Auto Mercedes-Benz EQB feierte in Schanghai seine Weltpremiere.
Das E-Auto Mercedes-Benz EQB feierte in Schanghai seine Weltpremiere.
(Bild: Mercedes-Benz)

Für die deutsche Automobilindustrie gibt es schon seit vielen Jahren kein wichtigeres Land als China. Lässt man die Diskussion, ob dies nun ein Segen oder wegen der wachsenden Abhängigkeit ein Fluch sei, erst einmal außen vor, so sind allein schon die Eckdaten dieses symbiotischen Verhältnisses und das Tempo seines Wachstums für sich genommen bemerkenswert.

Es beginnt bei den Exporten, denn Autos und Autoteile waren dem Statistischen Bundesamt zufolge auch im Jahr 2020 mit einem Anteil von 16 Prozent an allen deutschen Exporten wieder die wichtigste Produktgruppe. Angesichts der Größe des chinesischen Automarktes, des größten der Erde, stellten Autos und Autoteile dann erwartungsgemäß auch bei den deutschen Exporten nach China den größten Anteil. Die Erzeugnisse der Branche hatte einen maßgeblichen Anteil daran, dass China 2020 schon das fünfte Jahr in Folge Deutschlands wichtigster Handelspartner war, wie die Statistiker in Wiesbaden schreiben.