Suchen

Moody‘s Investor Service Negative Prognose für US-Zulieferer

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die Ratingagentur Moody‘s Investor Service erwartet für die nächsten 12 bis 18 Monate schlechte Kreditkonditionen für den US-amerikanischen Automobilsektor.

Firmen zum Thema

Die Automobilzulieferer stehen demnach aufgrund von Produktionsrückgängen bei den drei großen Detroiter Automobilherstellern und hohen Preisdiktaten unter Druck. Folglich ist die Prognose für die grundlegenden Kreditkonditionen für die nächsten ein bis anderthalb Jahre negativ.

Tarifabschlüsse, auf die sich General Motors, Ford und Chrysler mit der Automobilgewerkschaft United Auto Workers Union (UAW) letztes Jahr geeinigt haben, bieten den Automobilzulieferern zwar stabile Bedingungen, da deren größten Kunden dadurch langfristig Kosten für Löhne und Krankenversicherung einsparen können. Die Nachfrage nach Neuwagen in den USA ist aber aufgrund der insgesamt schwachen wirtschaftlichen Situation, gestiegener Kraftstoffpreise und restriktiveren Finanzierungsbedingungen rückläufig. Dies habe ein geringeres Geschäftsvolumen bei den meisten Zulieferern zur Folge.

Geringes Produktionsvolumen

Bei der Neuwagenproduktion wird für dieses Jahr ein Rückgang um 6,7 Prozent auf 14,1 Millionen Fahrzeuge erwartet, meint Moody‘s VP-Senior Analyst Timothy Harrod. Bereits 2007 ging die Produktion um 1,8 Prozent auf 15,1 Millionen Autos zurück. Dies war der niedrigste Stand seit 1996.

„Auch wenn der Trend des Produktionsvolumens in der Automobilindistrie für die meisten Zulieferer ungünstig bleibt, können bereits laufenden Restrukturierungsmaßnahmen und gesunkene Zinssätze dies zumindest teilweise kompensieren“, so Harrod weiter.

(ID:255577)