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Batterieentwicklung Neue Aktivmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien

| Redakteur: Thomas Günnel

Dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ist nach eigenen Aussagen ein großer Fortschritt auf der Suche nach leistungsfähigeren Batteriematerialien gelungen.

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Titandioxid in einem Synthesereaktor.
Titandioxid in einem Synthesereaktor.
(ZSW)

Wissenschaftler am Ulmer Standort des Forschungszentrums haben mit Partnern zwei neue Aktivmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien entwickelt: neues 5-Volt-Lithiummetallphosphat und mesoporöses Titanoxid. Mit den Werkstoffen wurden in Kombination mit konventionellen Elektroden bereits erfolgreich Zellen hergestellt. Die Materialien zeigen eine sehr gute Energiedichte, eine höhere Sicherheit und seien äußerst belastbar.

Eigene Zellfertigungslinie

Zur Herstellung der Batterien mit neuen Materialkombinationen nutzt das ZSW eine komplette Zellfertigungslinie. Auf dieser Anlage können die Forscher die industrieüblichen Formate 18650- und Pouch-Zellen herstellen. Partner aus der Branche können im ZSW Labor für Batterietechnologie (eLaB) ihre Materialien evaluieren und Know-how zu Fertigungstechnologien entwickeln, ohne ihre eigenen Anlagen für die Neuentwicklungen anzuhalten. Ziel ist, mit den Dienstleistungen am ZSW eine eigene Batterieindustrie mit Zulieferinfrastruktur und entsprechender Wertschöpfung in Deutschland aufzubauen. Die Entwicklung der Materialien wurde im Rahmen von Projekten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert.

Auf der Messe Achema in Frankfurt am Main vom 18. bis 22. Juni stellt das ZSW in der Halle 9.2 am Stand E52 Ergebnisse seiner Batterieforschung und -entwicklung vor.

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