Elektromobilität Neue Batterie-Recyclinganlage in Finnland

Autor: Jens Rehberg

24 Millionen Euro investiert der Energieversorger Fortum in seine hydrometallurgische Recyclingkapazität. Die Anlage soll in Harjavalta – im Süden Finnlands – gebaut werden.

Die geplante Batterie-Recyclinganlage liegt etwa 150 Kilometer nordwestlich von Helsinki.
Die geplante Batterie-Recyclinganlage liegt etwa 150 Kilometer nordwestlich von Helsinki.
(Bild: Fortum)

Die Recyclinganlage von Fortum soll die Rückgewinnung von Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan aus gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien ermöglichen. Dies gab das Unternehmen am Donnerstag in einer Presseerklärung bekannt.

„Die Bedeutung der Anlage wird in ganz Europa zu spüren sein, da sie nach ihrer Fertigstellung die größte ihrer Art auf dem Markt sein wird“, lässt sich Fortum-Vice-President Kalle Saarimaa in der Mitteilung zitieren. Mit der zunehmenden Elektrifizierung des Verkehrs werde die Rohstofflücke, mit der die Automobilindustrie konfrontiert ist, immer mehr zu einer ernsthaften Herausforderung.

Der Pilot-Betrieb läuft bereits

Fortum nutzt nach eigenen Angaben eine Kombination aus mechanischen und CO2-armen hydrometallurgischen Technologien, um Batterien so nachhaltig wie möglich zu recyceln. Die Lithium-Ionen-Batterien werden zunächst zerlegt und in einem mechanischen Prozess in der Anlage von Fortum in Ikaalinen, Finnland, bearbeitet. Die schwarze Masse der Batterie, die seltene Metalle enthält, wird gesammelt und zur hydrometallurgischen Verarbeitung nach Harjavalta transportiert, wo das Unternehmen den neuen Prozess bereits in einem Pilot-Betrieb erprobt. Im Jahr 2023 soll die neue Anlage an den Start gehen.

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