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Motorsport Engineering Neue Corvette GT3 soll 2016 Testeinsätze fahren

Autor / Redakteur: Harald Gallinis / Wolfgang Sievernich

Die von Callaway Competition neu entwickelte Corvette C7 GT3 soll im September zur FIA-Homologation vorgeführt werden. Für das kommenden Jahr sind Testeinsätze geplant.

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Die neue Corvette C7 GT3 soll Ende dieses Jahres zur FIA-Homologation.
Die neue Corvette C7 GT3 soll Ende dieses Jahres zur FIA-Homologation.
(Bild: Callaway)

Callaway Competition entwickelte im Jahr 2005 für General Motors die aktuelle Corvette Z06 R GT3. Seit zehn Jahren ist der Sportwagen auf europäischen Rennstrecken aktiv, 15 Chassis wurden gebaut, dazu noch sechs GT4-Versionen. Nun soll im Jahr 2016 die Wachablösung mit der neuen Corvette C7 folgen. Team-Mitbesitzer Giovanni Ciccone erklärte den aktuellen Stand der dinge.

Preis: 380.000 Euro

„Derzeit sind wir mit dem Aufbau der ersten C7-Corvette beschäftigt, die wir bei den nächsten BoP-Test der FIA im September bereit haben wollen. Zurzeit werden Stück für Stück die einzelnen Baugruppen fixiert die wir im Wagen installieren werden. Der Motor wird dieselbe Version des 6,2 Liter V8-LS3 sein die wir auch jetzt in der Z06.R GT3 verbauen. Beim Fahrwerk werden wir weiter auf Bilstein setzen und bei der Elektronik auf Bosch. Die wesentliche Neuerung wird die viel stärker ausgereifte Aerodynamik der neuen Karosserievariante sein. Nachdem wir mit dem Prototyp des Wagens die BoP-Einstufung absolviert haben, wollen wir für die Saison 2016 zwei weitere Fahrzeuge aufbauen, mit denen wir dann die ersten Renneinsätze absolvieren wollen. Wo genau wir an den Start gehen wollen wird rechtzeitig festgelegt. Beim Preis für das neue Auto peilen wir einen ähnlichen Wert an wie bei den aktuellen neuen GT3 der anderen Hersteller. Wir kalkulieren mit einem Niveau von etwa 380.000 Euro plus Mehrwertsteuer.“

US-Markt ausgeschlossen

Ciccone bestätigte, dass die von GM vorgeschriebenen Einsatzbeschränkungen für den nordamerikanischen Markt für das neue Modell weiter bestehen. „Wir hatten ein amerikanisches Einsatzteam aus der Pirelli World Challenge an der Hand das uns sogar die Entwicklung des Autos komplett finanziert hätte. Das ist leider am Veto von GM gescheitert, die die Corvette nicht gegen den neuen Cadillac GT3 im Wettbewerb sehen wollten. GM hat uns dafür die Freiheit gelassen die Corvette nun weltweit mit Ausnahme des für uns wichtigen US-Marktes zu vertreiben. Daher und wegen der ergebnislos verlaufenen Vereinheitlichung der GT-Reglements haben sich die Verzögerungen im Programm ergeben.“

Keine GT4-Corvette mehr

Derzeit konzentrieren sich die Ressourcen von Callaway Competition voll auf das neue GT3-Modell. Eine Rückkehr zum zeitweise alternativ angebotenen GT4-Modell schliesst Ciccone derzeit aus: „Mit den GT4 sind wir durch! Insgesamt sind sechs Autos aufgebaut worden, wobei es eigentlich sieben Chassis waren von denen eines zerstört wurde. Natürlich wäre bei Bedarf noch eines erhältlich aber wir erhalten seit langem schon keine Anfragen mehr danach.“

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