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Kraftstoffverteilungsmessung Neue endoskopische Optiken

| Redakteur: Juliana Schulze

Wissenschaftler der Universität Stuttgart und der Universität Duisburg-Essen haben ein System entwickelt, das erstmals die minimalinvasive 2D-Messung von verbrennungsrelevanten Größen wie etwa der Kraftstoffverteilung ermöglicht.

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Bei dem „Tracer-LIF“ genannten Messverfahren („LIF“= Laser Induced Fluorescence) werden dem Kraftstoff in definierter Konzentration Substanzen als „Tracer“ (Marker) beigefügt, deren optische Eigenschaften bekannt sind. Diese sind zum Teil Standardbestandteile des Kraftstoffes. Sie werden im laufenden Motor durch einen optischen Laser-Lichtschnitt angeregt, für den ebenfalls eine kleine Zugangsoptik entwickelt wurde.

Aufgrund der Laseranregungen senden die Tracer-Substanzen Fluoreszenzlicht aus. Diese Lichtemission liegt für die vorgesehene Anwendung im unsichtbaren kurzwelligen Spektralbereich (UV) und dauert nur wenige zehn Nanosekunden.

Derzeit werden am IVG Experimente zur Analyse des Fluoreszenzlicht durchgeführt, um nun auch am seriennahen Motor das Kraftstoff- oder auch Äquivalenzverhältnis zu verschiedenen Zeitpunkten optisch messen zu können. Diese Messgrößen sind beispielsweise beim direkt einspritzenden Motor entscheidend, um die Gemischbildung zu untersuchen.

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