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Siemens Neue Ladesäule halbiert Ladezeit

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die Ladesäule Charge CP700A von Siemens kann Elektroautos mit gängiger Batteriekapazität binnen einer Stunde laden. Gegenüber der vorherigen Serie wurde die Ladeleistung auf 22 kW verdoppelt, womit sich die Ladezeiten halbieren.

„Bei der Entwicklung der neuen Ladesäule haben wir drei Ziele formuliert: Das Laden sollte schnell, einfach und sicher gehen“, betont Ralph Griewing, Leiter des E-Mobility-Teams von Siemens Energy. „Diese Vorgaben haben wir vollständig umgesetzt.“

Dreiphasiges Laden mit 22 Kilowatt

Die neue Ladesäule kann Elektrofahrzeuge mit verschiedenen Leistungen laden. In der schnellsten Betriebsart wird das Fahrzeug dreiphasig mit 32 A versorgt und entsprechend mit einer Leistung von 22 kW geladen. Das Laden mit 20 A ist sowohl ein- als auch dreiphasig möglich.

Die Säule kommuniziert mit dem Fahrzeug über das Ladekabel, um zu ermitteln, ob das Elektroauto das Aufladen mit dem maximalen oder nur mit einem reduzierten Ladestrom unterstützt. Die Schnittstelle zwischen Elektroauto und Ladesäule ist ein genormter Stecker des Typs 2 nach IEC 62196-2. Fahrzeuge wie elektrisch angetriebene Zweiräder, die noch mittels Haushaltsstecker geladen werden, könnenzudem einphasig nach IEC/EN-Norm 61851 in Mode 1 und 2 mit maximal 3,7 kW geladen werden.

Einfaches Laden

„Um das Aufladen so einfach wie normales Tanken zu machen, haben wir die Ladesäule mit einem Bildschirm ausgestattet, der den Benutzer durch den Ladevorgang leitet. Zudem signalisiert die Außenbeleuchtung schon von weitem, ob die Säule frei oder belegt ist“, erklärt Griewing. Für das Aufladen mit anschließender Abrechnung kann sich der Nutzer berührungslos mittels Funkchips unterschiedlicher RFID-Standards anmelden. In welcher Variante die Ladesäule aufgestellt wird und wie das Edelstahlgehäuse lackiert wird, kann der Abnehmer entscheiden.

Die Ladesäule Charge CP700A ist modular aufgebaut, ihre Benutzerführung ist programmierbar sowie in verschiedenen Landessprachen erhältlich. Via Ethernet oder einem integrierbaren GSM/GPRS-Modem kann die Ladesäule zudem an eine Leitwarte angebunden werden, sie ist also bereits für Fernüberwachung und -wartung vorbereitet. Da das Ladeverhalten der Säule ferngesteuert werden kann, ist auch der Einsatz in einem Smart Grid möglich. Hierfür wird u.a. eine dynamische Reduzierung des maximalen Ladestroms unterstützt.

Sicherheit hat oberste Priorität

„In puncto Sicherheit macht Siemens weiterhin keine Kompromisse: Zusätzlich zur üblichen Verriegelung des Steckers als Schutz gegen ein unbefugtes Abziehen während des Ladevorgangs wird die Ladeklappe an der Säule verriegelt“, versichert Griewing. Bei geöffneter Ladeklappe ist der dahinterliegende Innenraum beleuchtet, damit der Nutzer das Kabel auch bei Dunkelheit sicher und einfach einstecken und herausziehen kann.

Die Ladesäule ist von einer akkreditierten Prüfstelle getestet worden und erfüllt sowohl die aktuellen Normen für Ladesysteme wie IEC/EN 61851-1 und IEC/EN 61851-22 als auch bewährte Normen für Niederspannungsverteilung wie EN 61439. Die Temperatur der Steckdosen und des Innenraums der Säule wird überwacht. Im Fehlerfall oder bei ungünstigen Umweltbedingungen, die zu einer Überhitzung führen würden, unterbricht die Ladesäule den Ladevorgang automatisch.

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