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Ford Neue Motoren und Modelle in der Pipeline

| Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy/Hartmut Hammer / Bernd Otterbach

Den Volumenbringer Focus wurde erst im Frühjahr erfolgreich renoviert, neue Downsizing-Motoren und Modelle in der Pipeline. Da fühlt man sich an den Werbespruch vergangener Tage erinnert: „Ford, die tun was.“

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Wolfgang Booms, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Ford Werke GmbH, wirkt sehr zufrieden beim Verkünden der Zahlen. Marktanteil im Oktober 2011 in Deutschland binnen Jahresfrist von 6,4 auf 7,7 Prozent gesteigert, seit April 2011 schon 37.000 neue Focus verkauft, ebenso wie 36.000 neue C-Max und Grand C-Max seit Januar 2011. Noch mehr scheint die Kölner der Erfolg ihrer Fahrerassistenz-Offensive im Focus zu freuen. Etwa ein Drittel der Focus-Käufer würden, so Booms, zusätzlich den Einparkassistenten ordern, sogar 40 Prozent den Notbremsassistenten, der bis Tempo 30 Auffahrunfälle verhindern helfen soll.

Ebenfalls in diesem Jahr hat Ford einen neuen Motor in vielen Modellen der Focus- und Mondeo-Plattform präsentiert. Der 1,6-Liter-Ottomotor mit direkter Einspritzung und Turboaufladung leistet je nach Modell zwischen 110 und 134 Kilowatt Leistung. Diese „Ecoboost“ genannten Aggregate werden über kurz oder lang Saugmotoren mit größeren Hubräumen ersetzen. Im Fahrbetrieb glänzen sie durch gute Elastizität und einen angemessen niedrigen Verbrauch von beispielsweise sechs Liter pro 100 Kilometer im Focus.

1,0-Liter-Ecoboost-Ottomotor vor dem Serienanlauf

Eine Stufe darunter arbeitet Ford in Köln schon am Serienanlauf eines 1,0-Liter-Ecoboost-Ottomotors. Der Serienstart des Aggregats ist mit zwei Varianten (74 und 88 Kilowatt Leistung) für Frühjahr 2012 im Focus und C-Max geplant, die Produktionslinie dafür wurde im November in Köln eingeweiht. Dort können bis zu 350.000 Einheiten des kleinen Kraftpakets per Anno produziert werden. Im Focus sollen dann Verbräuche von weniger als fünf Liter pro 100 Kilometer möglich sein. Zusammen mit weiteren Standorten (zum Beispiel in Craiova/Rumänien ab Anfang 2012 weitere 350.000 Einheiten Kapazität) will Ford künftig 1,3 Millionen Einheiten des kleinen Downsizing-Aggregats pro Jahr fertigen. Nach dem Start im Focus wird der 1-Liter-Downsizing-Motor ab Sommer 2012 auch den neuen Minivan B-Max antreiben, der ebenfalls in Craiova vom Band laufen wird.

2012 wird Ford auch neue Econetic-Modelle von Fiesta und Focus präsentieren, jeweils mit einem auf sparsamen 1,6-Liter-Common Rail-Dieselmotor aus der Kooperation mit PSA. Im Focus soll er 3,4 Liter Diesel pro 100 Kilometer (89 Gramm CO2 pro Kilometer) verbrauchen, im Fiesta nur 3,3 Liter (87 Gramm CO2).

2012 kommt der Elektro-Focus

Am anderen Angebotsende werden die Sportsfreunde mit einem neuen Focus ST (Mitte 2012) und einem Fiesta ST (Ende 2012) bedient. Der Focus ST (Schrägheck und Kombi) wird mit einem 2-Liter-Ecoboost-Motor ausgestattet, der 184 Kilowatt Leistung und 360 Newtonmeter Drehmoment entwickeln wird. Den Fiesta ST wird voraussichtlich der 1,6-Liter-Ecoboost-Motor mit etwa 132 Kilowatt Leistung antreiben.

Schon Ende 2011 sollen noch die ersten Exemplare des Pickups Ford Ranger in Deutschland ausgeliefert werden. Ford sieht in diesem – wenn auch kleinen – Marktsegment noch Wachstum. Der in Australien entwickelte Ranger hat laut Ford als erster Pickup weltweit fünf Sterne beim NCAP-Test erhalten. Der Wert von 81 Prozent für den Fußgängerschutz sei darüber hinaus der beste Wert, den bisher ein Pkw beim NCAP-Test erreicht habe. 2012 plant Ford auch die Markteinführung des ersten elektrisch angetriebenen Ford Focus. Die Batterien sollen eine Reichweite von 160 Kilometer garantieren.

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