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Elektronik Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien

| Redakteur: Sven Prawitz

Wenn sich Elektroautos auf dem Markt etablieren sollen, muss deren Technik günstiger werden: Vor allem die Preise für Batterien müssen sinken. Ingenieure der Bochumer Ruhr-Universität stellen nun eine Lösung vor.

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Diplom-Ingenieur Philip Dost (vorne) und sein Doktorvater Professor Constantinos Sourkounis entwickelten an der Universität in Bochum die neue Sensortechnik für Lithium-Zellen-Batterien.
Diplom-Ingenieur Philip Dost (vorne) und sein Doktorvater Professor Constantinos Sourkounis entwickelten an der Universität in Bochum die neue Sensortechnik für Lithium-Zellen-Batterien.
(Bild: Ruhr-Universität-Bochum/Marquard)

Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum haben ein neues Konzept für Strom- und Spannungssensoren für Batterien entwickelt. Dieses könnte vor allem für Elektrofahrzeuge interessant sein: Die leicht brennbaren Lithium-Zellen werden in Fahrzeugen üblicherweise mit einem eigenen Spannungssensor je Zelle überwacht. Die Bochumer Entwicklung erlaubt es, mit nur einem Strom- sowie einem Spannungssensor auszukommen, unabhängig von der Anzahl der Zellen. Somit sollen Gewicht und Kosten deutlich reduziert werden können. Außerdem übernehmen die beiden Sensoren eine weitere Funktion, die sonst als separate Komponente in die Batterien eingebaut werden muss: das Zell-Balancing. Es sorgt für eine gleichmäßige Energieverteilung in den Zellen, womit die Energieausbeute bei älteren Zellen möglichst hoch gehalten werden soll.

Skalierbares System

Das Messsystem soll skalierbar sein und so in Batterien mit einer unterschiedlichen Anzahl von Zellen Einsatz finden. Neben Batterien für Elektroautos soll die Technik auch für andere Anwendungen geeignet sein: sie funktioniere zum Beispiel auch in mobilen Geräten wie Tablets oder Laptops, kabellosen elektrischen Werkzeugen oder in Heimspeichern zum Beispiel für Solaranlagen, so die Angaben der Uni.

Im nächsten Schritt wollen die Ingenieure ihren Prototypen detailliert charakterisieren und bewerten: Um die Anforderungen der Automobilbranche einzuhalten sollen einzelne Komponenten ausgetauscht werden.

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