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Mercedes Neue Vierzylinder-Dieselmotoren

| Redakteur: Bernd Otterbach

Mercedes-Benz präsentiert seine neu konzipierten Vierzylinder-Dieselmotoren, die mit der zweistufigen, geregelten Aufladung (R2S) von BorgWarner ausgestattet sind.

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Das Aggregat kommt in verschiedenen Baureihen zum Einsatz und bildet das Rückgrat der Dieselmotorenproduktion von Mercedes. Es kann sowohl längs wie quer eingebaut werden und ist laut Hersteller ebenfalls für allradgetriebene Fahrzeuge geeignet. Für den Einsatz im Pkw sind mit dem 200 CDI, 220 CDI und dem 250 CDI zunächst drei Varianten geplant.

Mit der R2S-Technologie im 220 CDI und 250 CDI verwirklicht Mercedes-Benz zum ersten Mal eine zweistufige Aufladung in einem Pkw-Seriendiesel, nachdem R2S bereits beim Vorgängermodell im Sprinter zum Einsatz kam.

Standort Deutschland

In der stärksten Variante leistet das Aggregat aus 2143 Kubikzentimeter Hubraum 150 kW/204 PS und übertrifft den Vorgänger um rund 20 Prozent. Gleichzeitig steigt das maximale Drehmoment von 400 Nm auf 500 Nm. Trotz des enormen Leistungszuwachses von 25 kW verbraucht das neue Aggregat nach Angaben von Mercedes in einem Mittelklassemodell lediglich 5,4 l pro 100 Kilometer und damit 0,5 l weniger als das Vorgängermodell. Der ebenfalls neue 125 kW/170 PS Dieselmotor benötigt nur 5,1 l pro 100 Kilometer und stößt bis zu 13 Prozent weniger CO2 aus.

Die zweistufige, geregelte Aufladung wird in Kirchheimbolanden gefertigt. „Wir sind stolz darauf, dass wir hier die zweistufige, geregelte Aufladung für die neuen Vierzylinder-Dieselgeneration von Mercedes-Benz fertigen“, sagt Wilhelm Baum, Geschäftsführer am Standort Kirchheimbolanden. „Mit R2S bieten wir eines der leistungsstärksten Aufladekonzepte und ermöglichen dem Dieselmotor damit auch in Zukunft weiterhin gute Wachstumschancen.“

Zweistufige, geregelte Aufladung

Der Vorteil von R2S gegenüber den einstufigen Verfahren liegt laut BorgWarner in der Steigerung der Nennleistung bei einer gleichzeitigen Verbesserung des stationären Drehmoments bei niedrigen Drehzahlen und dem Beschleunigungsverhalten des Dieselmotors durch schnellen Ladedruckaufbau. Damit will R2S den Zielkonflikt zwischen hohem Drehmoment bei sehr niedrigen Drehzahlen und maximaler Leistung bei hohen Drehzahlen lösen.

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