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Fahrzeugtechnik Neuer Antrieb für den Honda CR-V

| Redakteur: Jan Rosenow

Der CR-V ist Hondas bestverkauftes Auto in Deutschland. Damit das so bleibt, haben die Japaner das Kompakt-SUV technisch deutlich aufgerüstet, beispielsweise mit einer Neungang-Automatik.

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Äußerlich nur leicht überarbeitet: der Honda CR-V 2015.
Äußerlich nur leicht überarbeitet: der Honda CR-V 2015.
(Foto: Honda)

Der CR-V ist Hondas bestverkauftes Auto in Deutschland. Damit das so bleibt, haben die Japaner das Kompakt-SUV überarbeitet und technisch noch einmal deutlich aufgerüstet. Mit seinen Fahrerassistenzsystemen und der hochmodernen Antriebstechnik nimmt er in seinem Segment in technischer Hinsicht eine führende Rolle ein.

Ganz neu im Motorenprogramm bei Honda ist ein doppelt aufgeladener Dieselmotor mit 1,6 Litern Hubraum. Er basiert auf der bekannten Maschine mit 88 kW/120 PS, packt dank zweier in Reihe geschalteter Turbolader aber eine ordentliche Schippe Leistung drauf. Mit 118 kW/160 PS und 350 Newtonmetern ist er kräftig genug, um den bislang angebotenen 2,2-Liter in Rente zu schicken. Er packt spontan zu, dreht gleichmäßig hoch und treibt das SUV druckvoll voran. Völlig wegzaubern kann er die 1,7 Tonnen Leermasse allerdings auch nicht.

Der CRV ist also mit dem Doppelturbo eher ein komfortabler Gleiter als ein agiler Sportler, was zu seiner Statur aber auch besser passt. Die ebenfalls neue Neungang-Automatik ergänzt seinen Charakter deshalb vortrefflich. Das Aggregat stammt vom deutschen Zulieferer ZF und arbeitet unter anderem in den SUV-Modellen Jeep Cherokee und Range Rover Evoque. Dem bislang bei Honda üblichen Fünfgang-Automaten ist das Schaltwerk in Sachen Spreizung, Gangabstufung und Wirkungsgrad um Lichtjahre voraus – und es ist zudem deutlich leichter: 35 Kilogramm, um genau zu sein. In Tateinheit mit dem ebenfalls schlankeren Dieselmotor wiegt der neue Antriebsstrang des Spitzen-CRV 65 Kilogramm weniger als beim Vormodell.

Assistenzsystem sorgt für gute Manieren

Mit einem Kraftstoffverbrauch von 5,1 Litern auf 100 Kilometern (NEFZ kombiniert) und einer CO2-Emission von 134 Gramm pro Kilometer kann Honda beeindruckende niedrige Werte für ein so stark motorisiertes SUV vorweisen.

Ebenso stolz wie auf den Triebstrang ist Honda auf das ebenfalls neue Fahrerassistenzsystem namens Sensing. Es besteht aus einem Radarsensor, einer Kamera und sehr viel Bildauswertepower. Als erstes System auf dem Markt (laut Honda) stellt es eine vorausschauende Abstandshaltefunktion zur Verfügung. Durch hochentwickelte Logarithmen kann es erkennen, ob ein Auto, das der Honda-Fahrer gerade anschickt zu überholen, in Kürze selbst auf die Überholspur wechseln könnte, um seinerseits einen langsameren Lkw zu passieren. Es passt dann bereits im Vorfeld die Geschwindigkeit an – allerdings mit japanischer Höflichkeit nur nach unten. Nach guter deutscher Tradition die Lücke schnell zufahren und den Rüpel von rechts am Überholen hindern muss der Fahrer weiterhin selbst.

Dritte wesentliche Neuigkeit im 2015er CR-V ist das Infotainment-System Honda Connect, das mit seiner Android-Bediener-Oberfläche und (optionalem) Garmin-Navi moderne Kommunikationstechnik bietet.

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