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Beru Neuer Auftrag

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Die Beru AG rüstet ab Mitte nächsten Jahres alle Modellplattformen eines nicht näher benannten europäischen Automobilherstellers mit Reifendruck-Kontrollsystemen für den US-Markt aus.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Beru AG rüstet ab Mitte nächsten Jahres alle Modellplattformen eines nicht näher benannten europäischen Automobilherstellers mit Reifendruck-Kontrollsystemen für den US-Markt aus. Der Auftrag erstreckt sich über einen Lieferzeitraum von drei Jahren. Das gesamte Auftragsvolumen beläuft sich auf 80 bis 100 Millionen Euro.

Damit handelt es sich um den bisher größten Auftrag des Beru-Geschäftsbereichs und bringt den Ludwigsburger Automobilzulieferer ein großes Stück vorwärts. Die Serienentwicklung erfolgt am Elektronikstandort in Bretten. Die ersten Auslieferungen des neuen TSS (Tire Safety System) sind rechtzeitig vor Inkrafttreten der US-Gesetzgebung für Mitte 2005 vorgesehen. Der Neuauftrag soll im Geschäftsjahr 2005/06 erstmals 15 bis 20 Millionen Euro zum Konzernumsatz beitragen.

Vor dem Hintergrund der verschärften Verordnung zur Einführung von Reifendruck-Kontrollsystemen in den USA konnte sich Beru mit der direkt messenden Hochfrequenztechnologie, bei der Sensoren den Reifenfülldruck im Reifeninneren erfassen und elektronisch auswerten, durchsetzen. Das Einführungsszenario schreibt im ersten Jahr, beginnend ab 1. September 2005, eine TPMS (Tire Pressure Monitoring System)-Ausstattungsquote von 50 Prozent aller in den USA neuzugelassenen Fahrzeuge gesetzlich vor.

In den USA werden derzeit jährlich rund 16,5 bis 17 Millionen Fahrzeuge verkauft, die dieser Neuregelung zukünftig unterliegen. Die deutschen Automobilhersteller exportieren jedes Jahr rund 600.000 Fahrzeuge nach Nordamerika.