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Personalie Neuer China-Chef bei BMW

| Redakteur: Christian Otto

Olaf Kastner folgt als Vertriebschef für den chinesischen Markt auf Karsten Engel. China-Kenner Kastner leitete zuvor das Joint Venture BMW Brilliance Automotive.

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Olaf Kastner wird das Geschäft von BMW in China verantworten.
Olaf Kastner wird das Geschäft von BMW in China verantworten.
(Foto: BMW)

Zum 1. Dezember 2015 wird Olaf Kastner die Leitung der Vertriebsregion China der BMW Group übernehmen. Er folgt auf Karsten Engel, der nach Deutschland zurückkehren wird. Olaf Kastner leitete bisher das Joint Venture BMW Brilliance Automotive, in dem die BMW Group zusammen mit dem chinesischen Partner Brilliance China Auto Holding Fahrzeuge in China produziert und vertreibt. Die Führung des Joint Ventures wird nun Anton Heiss übernehmen, der derzeit den Produktionsstandort von BMW Brilliance Automotive in Shenyang leitet und dies neben seiner neuen Aufgabe auch kommissarisch weiterführt.

Harald Krüger, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, dankte dem bisherigen China-Vertriebschef Karsten Engel: „Mit seiner umfangreichen Erfahrung in Asien hat Karsten Engel in den vergangenen Jahren den chinesischen Markt für die BMW Group erfolgreich weiterentwickelt. Die BMW Group ist damit im chinesischen Markt für die Zukunft gut gerüstet.“ Engel ist seit 1985 bei der BMW Group und leitete die Vertriebsregion China seit Ende 2012. Welche Aufgabe er künftig übernehmen soll, ist noch unklar.

China-Kenner Kastner

Mit Olaf Kastner übernimmt ein ebenfalls China-erfahrener Manager die Leitung der Vertriebsregion. Seit sechs Jahren leitet er das Joint Venture BMW Brilliance Automotive. „Ich freue mich, dass wir mit Olaf Kastner einen neuen Leiter unseres größten Marktes gewinnen konnten, der nicht nur das Automobilgeschäft in China bestens kennt, sondern auch Kultur, Land und Leute“, erklärt Friedrich Eichiner, Finanzvorstand der BMW AG. Unter Kastner wurde das Joint Venture mit Brilliance China Auto umfangreich ausgebaut und die Zusammenarbeit vorzeitig um weitere zehn Jahre bis 2028 verlängert.

Die BMW Group verkaufte 2014 in China laut eigener Angaben mehr als 455.000 Fahrzeuge. In den vergangenen fünf Jahren wurden zudem mehr als 2 Milliarden Euro in den Ausbau der Werke in Shenyang investiert und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausgebaut. Zudem weist der Premiumhersteller darauf hin, dass die lokale Produktion in den letzten Jahren auf über 285.000 Einheiten pro Jahr stieg. Derzeit entsteht ein neues Motorenwerk, das 2016 die Produktion von Drei- und Vierzylinder-Ottomotoren aufnehmen wird.

Trotz dieser positiven Werte, wird auch für BMW das Geschäft in China schwieriger, denn das Wachstum des Marktes verliert stark an Geschwindigkeit. Darüber hinaus mussten sich die Münchener auch mit unzufriedenen chinesischen Händlern auseinandersetzen, die sich gegen die Wachstumsvorgaben wehrten.

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