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Land Rover Neuer Freelander: Sparsam wie nie zuvor

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Ein Land Rover ohne Allradantrieb? Spinnen die Briten? Immerhin ist der überarbeitete Freelander in der Ökovariante eD4 mit sechs Litern auf 100 Kilometern der sparsamste Land Rover.

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Ein neuer 2,2-Liter-Turbodiesel in zwei Leistungsstufen, ein Einstiegsmodell mit Zweiradantrieb und ein aufgefrischtes Karosseriedesign: Mit diesen Neuerungen geht das Kompakt-SUV Land Rover Freelander ins Modelljahr 2011. Mit der größeren Modell- und Motorenauswahl will der britisch-indische Hersteller neue Kunden anlocken und sich gegen die immer zahlreicheren Konkurrenten im Segment der Kompakt-SUV wehren.

In diesem Segment sind niedriger Verbrauch und gute Allroundeigenschaften wichtiger als das Geländetalent. Deshalb bekommt der Freelander mit der Variante eD4 ein pragmatisches Einsteigermodell zur Seite gestellt. Der 2,2-Liter-Turbodiesel mit 110 kW/150 PS fährt ausschließlich mit Vorderradantrieb. Der Verzicht auf die Allradkomponenten macht den Freelander eD4 um 75 Kilo leichter. Das führt zu einem niedrigen CO2-Ausstoß von 158 Gramm pro Kilometer und einem kombinierten EU-Normverbrauch von sechs Litern auf 100 Kilometern.

Das Selbstzünder-Angebot umfasst neben dem Basismodell den Freelander TD4 mit ebenfalls 110 kW/150 PS, der wahlweise mit Schalt- oder Automatikgetriebe kombinierbar ist. Den neuen Freelander SD4 mit 140 kW/190 PS gibt es ausschließlich mit der Sechsstufenautomatik. Beide Triebwerke erfüllen die Euro-5-Abgasnorm.

Gegenüber dem bisherigen Modell sanken die Verbrauchswerte um 8 bis 14 Prozent, je nach Motorisierung und Getriebe. Dafür sorgen unter anderem das serienmäßige Start-Stopp-System und die Steuerungselektronik IPMS (Intelligent Power Management System). Sie führt der Batterie nur dann Strom zu, wenn das Fahrzeug nicht beschleunigt. So entlastet sie den Motor und verhindert, dass die kinetische Energie vollkommen nutzlos verpufft.

Als Alternative zu den Dieselaggregaten steht ein 3,2-Liter-Benziner in der selten gewordenen Reihenbauart zur Wahl. Seine Fahrleistungen heben sich allerdings nicht deutlich vom 190-PS-Diesel ab – ganz im Gegensatz zum Verbrauch – weswegen er hierzulande wohl weiterhin ein Schattendasein führen dürfte.

An der Karosserie zeigt sich der Freelander im neuen Modelljahr deutlich aufgefrischt. Ein neues Design an Frontstoßfänger und Kühlergrill, andere Front- und Heckleuchten, in Wagenfarbe lackierte Elemente und neue 18- beziehungsweise 19-Zoll-Leichtmetallräder setzen die Akzente. Im Innenraum bietet der Freelander 2011 eine neu gezeichnete Armaturentafel mit besser ablesbaren Instrumenten.

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