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Mitsubishi ASX Neuer Kompakt-Crossover

| Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy/Hartmut Hammer / Bernd Otterbach

Mit dem neuen Kompaktmodell ASX bietet Mitsubishi jetzt auch unterhalb des Outlander ein sportliches und vielseitiges Crossover-Modell wahlweise mit Front- oder Vierradantrieb an.

Der ASX positioniert sich in der Kompakt-Klasse als Alternative zu traditionellen Pkw-Modellen. Als Designvorlage für den ASX fungierte die 2007 auf der IAA präsentierte Studie Concept-cX. Da der ASX die Plattform des Outlanders nutzt, sind Radstand (2 670 Millimeter) und Außenlänge (4 295 Millimeter) des ASX größer als bei der Konzeptstudie. Der ASX teilt 70 Prozent seiner Komponenten mit dem Outlander, lediglich die hintere Bodenstruktur ist eine Neuentwicklung. Das ist wohl auch eine Erklärung dafür, dass der ASX in nur zwei Jahren entwickelt werden konnte.

Auf den Vordersitzen und der Rückbank bietet der ASX Komfortmaße, die deutlich über den Standardmaßen der Kompakt-Klasse liegen. Dem Fahrer steht eine in Neigung und Längsrichtung justierbare Lenksäule zur Verfügung, im Fond runden neigungsverstellbare Rücksitzlehnen das reisetaugliche Ambiente ab. Reisetauglich sind auch Ladevolumen und Variabilität. Je nach Einstellung der Lehnenneigung stehen bei normaler Rückbank-Konfiguration zwischen 419 und 442 Liter, bei voller Nutzung der 60:40 geteilt umklappbaren Fondbank bis zu 1 219 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung. Weiterer Stauraum ergibt sich durch eine ausstattungsabhängige Ski-Durchladevorrichtung und ein Unterflurfach mit knapp 30 Liter Inhalt.

Neue Diesel- und Ottomotoren mit variablem Ventilhub

Im ASX debütiert der von Mitsubishi entwickelte 1,8-l-Common-Rail-Dieselmotor mit serienmäßigem Partikelfilter (Abgasnorm Euro 5). Der Motor leistet 110 Kilowatt und entwickelt ein maximales Drehmoment von 300 Newtonmeter. Eine Innovation ist dabei die variable Steuerung MIVEC (Mitsubishi Innovative Valve Timing Electronic Control) des Ventilhubs auf der Einlassseite, die laut MMC erstmals in einem Pkw-Dieselmotor zum Einsatz kommt.

Die Ausführung mit Dieselmotor ist auch mit Allradsystem AWC lieferbar, bei dem ein Zentraldifferenzial mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung aktiv die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse vornimmt.

Neben der MIVEC-Technik hat der Motor ein niedriges Verdichtungsverhältnis von 14,9:1. Zusammen mit einer speziell ausgelegten Brennraumform, einer mehrstufigen Kraftstoffeinspritzung von Denso (bis zu 2 000 bar Einspritzdruck) und variabler Turbolader-Turbinengeometrie sorgt dies für eine kontrollierte Gemischdynamik – und damit für homogenes Leistungsverhalten bei niedrigen und hohen Drehzahlen sowie hoher Kraftstoffeffizienz. So begnügt sich die frontgetriebene Version mit dem serienmäßigen Sechsganggetriebe im Normzyklus mit 5,5 Liter auf 100 Kilometer (145 Gramm CO2 pro Kilometer), bei der Allradversion sind es 5,7 Liter (150 Gramm). Zu einem späteren Zeitpunkt wird eine „Low Power“-Version mit 85 Kilowatt Leistung (maximales Drehmoment auch 300 Newtonmeter) das Antriebsprogramm ergänzen.

Der ebenfalls neu entwickelte 1,6-l-Ottomotor mit 86 Kilowatt Leistung (Drehmoment 154 Newtonmeter) verfügt – analog zum Selbstzünder – über einen Zylinderblock aus Aluminium und die variable Ventilsteuerung auf der Einlassseite. Das Triebwerk ist mit einem manuellen Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert und verbraucht im Normzyklus 5,9 Liter auf 100 Kilometer (135 Gramm CO2 pro Kilometer).

Sieben Airbags

Passive Sicherheitsmerkmale sind sieben Airbags einschließlich Fahrer-Knieairbag, ein Mechanismus, der bei starken Frontalkollisionen das Eindringen des Bremspedals in den Innenraum und dadurch das Risiko von Beinverletzungen des Fahrers reduziert sowie Vordersitze, deren Kopfstützen bei Heckkollisionen die Rückwärtsbewegung des Kopfes mindern. Martin van Vugt, Geschäftsführer der Mitsubishi Motors Deutschland GmbH, erwartet im Euro NCAP-Crashtest fünf Sterne für den Insassenschutz und drei Sterne für den Fußgängerschutz.

Die Preisliste für den 1,6-l-Ottomotor beginnt bei 17.990 Euro. Die günstigste Diesel-Version ist für 20 990 Euro erhältlich, die Allradversionen starten bei 24.790 Euro. Der Diesel steht bereits beim Händler, der Ottomotor folgt im Herbst. In 2011 will van Vugt etwa 11.000 Einheiten in Deutschland verkaufen. Etwa 80 Prozent davon werden wohl einen Frontantrieb, 70 Prozent einen Ottomotor haben.

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