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Neuer Opel Astra: Kompakter Leichtbau

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Neue Plattfom für den Astra

Im Ringen um die Rückkehr aufs Treppchen hat Opel diesmal geklotzt und nicht gekleckert: Wo der neue Corsa nur ein besseres Facelift ist, bekommt der Astra deshalb tatsächlich eine komplett neue Plattform. Das war auch bitter nötig. Denn obwohl die aktuelle Generation eines der größten Autos im Segment ist, bietet sie spürbar weniger Platz als die Konkurrenz – und hat außerdem ein paar Zentner Übergewicht. Beide Probleme hat Opel mit der neuen Plattform gelöst: Mindestens 120 und bestenfalls sogar 200 Kilo hat der Astra abgespeckt, rechnet Justen vor und erklärt die Diät mit stabileren aber dünneren Blechen, kleineren und deshalb leichteren Motoren und einer ungeheuren Akribie, mit der jede Schraube auf die Waage gelegt wurde. Natürlich hilft es dem Hoffnungsträger dabei auch, dass er ein bisschen geschrumpft ist: Mit 4,37 Metern ist er fünf Zentimeter kürzer als bisher und macht sich obendrein drei Zentimeter flacher.

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Obwohl auch der Radstand ein bisschen beschnitten wurde, ist der Astra innen allerdings spürbar gewachsen. Dünnere und trotzdem bequemere Sitze und ein geschickteres Package lassen vor allem Hinterbänkler künftig aufatmen. Denn auch wer die Grundschule verlassen hat, fährt jetzt im Fond des Astra vergleichsweise bequem.

17 neue Motoren bis zum Jahr 2018

Zur neuen Plattform gibt es auch jede Menge neuer Triebwerke, die mittelfristig ein Leistungsspektrum von 95 bis 200 PS abdecken werden: „Wir stecken mitten in der größten Motorenoffensive der Unternehmensgeschichte“, sagt Entwickler Matthias Alt mit Blick auf die 17 neuen Aggregate, die Opel bis 2018 angekündigt hat. „Und der Astra profitiert davon mehr als jedes andere Auto.“

Alts ganzer Stolz ist der erste Dreizylinder in einem Kompakt-Klasse-Modell von Opel. Nur 1,0 Liter groß, kommt er mit Turbo-Hilfe im Prototypen auf 105 PS und macht mit seinen 170 Nm einen ausgesprochen munteren Eindruck: Der Motor klingt für einen Dreizylinder klasse, wirkt dank Ausgleichswelle und gründlicher Dämmung sehr kultiviert und schnürt so stramm über die entlegenen Provinzstraßen der westlichen Pfalz, dass man dem Vierzylinder keine Träne hinterher weint. Viel eher wundert man sich stattdessen, dass es im Basismodell noch immer ein Fünfganggetriebe gibt, dass sich die Hessen ohne Doppelkupplung in die Kompaktklasse trauen und dass sie die variablen Dämpfer beim Generationswechsel irgendwie vergessen haben. Und auch die bewusste Entscheidung gegen die Option auf Allradantrieb klingt ein bisschen überraschend in einer Zeit, in der das 4x4-Angebot bei der Konkurrenz von Monat zu Monat wächst.

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