Suchen

Motorsport Engineering

Neuer Porsche 911 RSR: Erstmals mit Mittelmotor

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Aus fahrdynamischen Gründen liegt der neue Sechs-Zylinder-Boxermotor vor der Hinterachse. Neue Assistenzsysteme sollen die Sicherheit auf der Rennstrecke erhöhen.

Firmen zum Thema

Mit dem jahrzehntelangen Sinnbild der Marke Porsche – dem Heckmotor – hat der OEM mit dem neuen 911 RSR abgeschlossen. Der Motor sitzt jetzt vor der Hinterachse.
Mit dem jahrzehntelangen Sinnbild der Marke Porsche – dem Heckmotor – hat der OEM mit dem neuen 911 RSR abgeschlossen. Der Motor sitzt jetzt vor der Hinterachse.
( Bild: Porsche )

Ein Porsche 911 hat einen Heckmotor – so hat es der Sportwagenhersteller lange Zeit Gebetsmühlenartig wiederholt. Doch mit diesem jahrzehntelangen Sinnbild der Marke Porsche hat der OEM nun abgeschlossen. Der neue Porsche 911 RSR hat einen Motor vor der Hinterachse und soll damit fahrdynamisch wieder an den Wettbewerb von Ferrari und Ford anschließen. Beim Antrieb setzt Porsche weiterhin auf einen frei saugenden Sechs-Zylinder-Boxer mit Benzin-Direkteinspritzung, starrem Ventiltrieb und E-Gas. Das 4,0 Liter-Aggregat leistet 375 kW / 510 PS. Fahrwerk, Karosseriestruktur, Aerodynamikkonzept, Motor und Getriebe wurden von Grund auf neu konstruiert, sagt Porsche Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser. Offiziell spricht der Hersteller allerdings nicht von einem Mittelmotor, verweist nur darauf, dass der nach vorne gerückte Motor einen besonders großen Heckdiffusor ermöglicht.

Bildergalerie

Kollisionswarnsystem serienmäßig

Neu sind auch Assistenzsysteme für die Rennstrecke. Ein radargestütztes Kollisionswarnsystem soll schnellere Fahrzeuge vor dem überholen erkennen und den Fahrer warnen. Kommt es dennoch zum Unfall, sollen zumindest die Mechaniker einen schnelleren Wechsel der Karosserieelemente vornehmen können. Komplette Elemente der Kohlefaserteile sollen sich mittels Schnellverschlüssen in kurzer Zeit tauschen lassen. Dadurch kann auch das Fahrwerk schneller eingestellt werden, beispielsweise zwischen Zeittraining und Rennen.

Für 2017 plant Porsche 19 Werkseinsätze in der FIA World Endurance Championship (WEC) inklusive der 24 Stunden von Le Mans sowie in der amerikanischen IMSA Weathertech Championship. Den Start macht das 24-Stunden-Rennen von Daytona Ende Januar. Porsche investierte in das neue Fahrzeug 35.000 Testkilometer, mehr als bei jedem anderen GT-Rennfahrzeugs der Marke zuvor.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44385082)

Porsche/Lichtgut/Max Kovalenko; Porsche; ; Opel; Daimler; Frank Wilke/Classic Analytics; Mahle; BMW AG. For Editorial Use only. For any other purpose contact Fabian Kirchbauer; Opel ; Formula Student Germany; Quick Release; Christoph Schönbach/Magna; Röchling Automotive; BBS Automation; CSI Entwicklungstechnik; Composites Europe; Wilfried Wulff/BMW; Novelis; VDA; Bosch; Volkswagen ; Toroidion; Jens Scheiner/»Automobil Industrie«; Hyundai