Technik-Update Neues Bediensystem soll dem strauchelnden Golf 8 helfen

Der VW Golf 8 verkauft sich schlechter als seine Vorgänger. Kunden bemängeln beispielsweise das Bediensystem. Dieses Feedback hat sich Volkswagen nach eigenem Bekunden nun zu Herzen genommen. Für neu gebaute Modelle gibt es neue Hardware und Software. Wer schon einen Golf 8 hat, muss damit in die Werkstatt, bekommt dort aber nicht das volle Paket.

Anbieter zum Thema

VW setzt im Golf künftig mehr auf Sprachsteuerung.
VW setzt im Golf künftig mehr auf Sprachsteuerung.
(Bild: Volkswagen)

Die achte Generation des VW Golf kann bislang nicht an die Erfolge seiner Vorgänger anknüpfen. Einer der Hauptkritikpunkte von Golf-Kunden: das derzeitige Bediensystem. Zu kompliziert, zu fehleranfällig ist aus dem Markt immer wieder zu hören. Diese Probleme will der Hersteller nun adressieren. Explizit erklärt Volkswagen, das Kundenfeedback in die Weiterentwicklung neuer Produkte und Services einbezogen zu haben.

Neue Hardware und Software, die jetzt beim Golf in Serie gehen, sollen „zahlreiche Funktionen verbessern“, verspricht Volkswagen. Besonderes Augenmerk legen die Wolfsburger dabei auf die Sprachbedienung. Diese soll jetzt bis zu viermal schneller reagieren als bisher.

Dabei setzt VW auf die sogenannte „natürliche Sprachbedienung“. Sie soll Formulierungen wie „Mir ist kalt“ nicht nur verstehen, sondern in entsprechende Handlungen umwandeln können. Außerdem wird das System in der Lage sein zu erkennen, ob der Fahrer oder der Beifahrer spricht und kann etwa die Klimatisierung entsprechend auf die jeweilige Person einstellen. Die Verständnis-Quote soll bei 95 Prozent liegen.

Weniger Schnittstellen, mehr Performance

Die Performance soll unter anderem dadurch besser werden, dass die Software künftig mit weniger Systemschnittstellen auskommt. Seine Antworten auf Sprachanweisungen zieht das System aus zwei Quellen: der Cloud und offline im Fahrzeug gespeicherten Informationen. Letzteres soll sicherstellen, dass die Sprachbedienung auch an Orten mit schlechtem Empfang funktioniert.

Daneben will Volkswagen auch den Touchscreen verbessern. Wenn sich ein Nutzer mit seinem Finger auf wenige Zentimeter annähern, werden die Tasten um den Warnblinkschalter gesperrt. Sobald der Finger das Display berührt, betrifft das auch den Slider für Lautstärke und Temperaturen. Das soll ein ungewolltes Auslösen jener Funktionen verhindern. Dank einer Infrarot-Sensorik wird zudem Gestensteuerung möglich.

Möglich werden die Neuerung durch den Einsatz des Modularen Infotainmentbaukaustens (MIB3). In der neuesten Version wird die Grundlast auf dem System reduziert.

Hardware-seitig setzt VW auf leistungsfähigere Prozessoren als bislang. Die Rechenkapazität steigt um ein Viertel, die Grafikkarte habe die dreifache Leistungsfähigkeit der bisherigen.

Wer bereits einen Golf 8 fährt, hat keine Möglichkeit, die neue Hardware zu bekommen. Allerdings ruft Volkswagen alle bisher ausgelieferten Fahrzeuge zurück, um ihnen ein großes Software-Update aufzuspielen, berichtet die Zeitschrift „Auto Motor und Sport“.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:47892262)