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MANN+HUMMEL Neues Dieselkraftstofffilter-Modul

| Redakteur: Bernd Otterbach

Mann+Hummel hat ein Kraftstofffiltermodul entwickelt, das erstmals im neuen 2,0-Liter-Common-Rail-Dieselmotor des französischen PSA-Konzerns zum Einsatz.

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Das Druckgussgehäuse des Filtermoduls bleibt erstmals mechanisch unbearbeitet. Damit entfällt sowohl die spanende Bearbeitung entfällt als auch der sonst nötige Waschvorgang. Eine weitere Besonderheit des Filtermoduls sei seine Crashsicherheit, teilte Mann+Hummel mit. Umfangreiche Crashversuche beim TÜV Süd zeigten, dass der Filtertopf selbst bei einer Aufprallenergie von 800 Joule und einer Verzögerung vom 20-fachen der Erdbeschleunigung dicht bleibe. Für die Crashsicherheit sei die Kräfte ableitende Konstruktion des Druckgussgehäuses verantwortlich, so der Filterspezialist weiter. Für besondere Anwendungen bietet das Unternehmen zusätzlich Fixierpunkte für ein Crashschutzschild.

Eine Kraftstoffvorheizung mit 180 Watt Leistung schützt bei Temperaturen von weniger als fünf Grad plus vor dem Paraffinieren des Dieselkraftstoffs. Die Heizung verbessert so das Kaltstartverhalten, bei geringer Belastung des Bordnetzes.

Multifunktional

Für Länder mit erhöhtem Wasseranteil im Diesel kann das Modul auf Wunsch mit einem Wassersensor ausgerüstet werden. Zudem sind die Filterkomponenten sind für unterschiedlichste Kraftstoffqualitäten ausgelegt, so unter anderem für europäische Dieselkraftstoffe mit bis zu 30 Prozent Biodieselanteil und für südamerikanische Kraftstoffe.

Für die Abscheidung von Partikeln und Wasser greift Mann+Hummel auf das Multilayer-Filtermedium Multigrade F_HE zurück. An der Endscheibe des Filterelements sitzt ein „Bubble-breaker“, der die im Filter angesammelten Gasbläschen im Saugbetrieb kontinuierlich abführt.

Servicefreundlich

Auch die Servicefreundlichkeit wurde verbessert. Das Gehäuse lässt sich zum umweltfreundlichen Austausch des metallfreien Filterelements von oben öffnen. Eine Wasserablaufschraube mit Ablaufschlauch vereinfacht ebenfalls den Service. Mit Hilfe einer Entlüftungsschraube ist es möglich, den Filter nach dem Austausch des Filterelements wieder vollständig zu befüllen.

Das neue Kraftstofffiltersystem wird im neuen 2,0-Liter-Dieselmotor des französischen PSA-Konzerns verbaut. Der Motor kommt im Rahmen des Dieselmotoren-Joint-Ventures zwischen PSA und Ford sowohl in Modellen der PSA-Konzernmarken Peugeot und Citroën als auch in den Ford-Modellen C-Max, Focus und Kuga zum Einsatz.

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