Knorr-Bremse Neues Finanzierungsmodell für Mittelstand

Redakteur: Redaktion AI

Knorr-Bremse hat ein neues Finanzierungskonzept für mittelständische Zulieferer initiiert, das Investitionen trotz geringer Liquiditätsreserven ermöglicht. Der Finanzchef des Münchner Unternehmens Jan Peter Nonnenkamp importierte das Drei-Parteien-Finanzierungsmodell aus den USA nach Deutschland.

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Nachdem Nonnenkamp ein Jahr lang mit der Deutschen Bank ein Konzept erarbeitet hatte, testen seit Oktober 2007 vier Pilot-Zulieferer das Modell,berichtete das „Handelsblatt“.

Nimmt ein Zulieferer an dem Projekt teil, so kommen seine Forderungen bei jeder Rechnung in ein spezielles Programm von Knorr-Bremse. Wer sein Geld bereits benötigt, bevor das Zahlungsziel abgelaufen ist, klickt den entsprechenden Forderungsposten einfach an. Die Deutsche Bank kauft dem Zulieferer die Forderung mit einem Abschlag ab.

Kredit zu guten Bonitätsnoten

Die Summe muss Knorr-Bremse bei Zahlungsfälligkeit dann direkt an die Bank überweisen. So bekommen die Zulieferer einen Kredit zu den guten Bonitätsnoten ihres Kunden. Durch den automatisierten Ablauf sind die Abwicklungskosten sehr gering.

„Zweistelliger Millionenbetrag an Liquiditätsgewinn“

Durch das neue Modell kann Knorr-Bremse die Lieferanten besser an sich binden, es müssen keine Aufträge mehr aufgrund langer Zahlungsziele und kleiner Geldreserven abgelehnt werden. Das Unternehmen erwartet sich für 2008 einen „zweistelligen Millionenbetrag an Liquiditätsgewinn“.

Auch die Bank als dritte Partei im Bunde profitiert von dem Projekt. Man bekomme eine gute Möglichkeit, Zugang zu potenziellen Unternehmenskunden zu finden und das Mittelstandsgeschäft zu stärken, sagte Werner Steinmüller von der Deutschen Bank.

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