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Boysen Neues Produktionswerk in China

| Redakteur: Klaus Honzik

Die Boysen Gruppe hat nach rund zehnmonatiger Bauzeit ein neues Produktionswerk in der nordostchinesischen Provinzhauptstadt Shenyang in Betrieb genommen.

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Die Boysen Exhaust Systems (Shenyang) Ltd. ist bereits die vierte Auslandstochter der Unternehmensgruppe. Das Investitionsvolumen für die Fertigungsstätte bezifferte Boysen-Geschäftsführer Rolf Geisel in der ersten Stufe auf rund acht Millionen Euro. In dem 6.000 Quadratmeter großen Werk produziert Boysen in der Anfangsphase mit rund 40 Mitarbeitern Krümmer und Katalysatoren für Reihensechszylinder-Ottomotoren von BMW. Die BMW Group betreibt in Shenyang zusammen mit dem chinesischen Fahrzeughersteller Brilliance ein Montagewerk. Das Joint Venture produziert BMW Modelle der 3er- und 5er-Baureihe. In der nächsten Ausbaustufe soll Boysen Exhaust Systems (Shenyang) Teile von Abgasanlagen für Fahrzeuge der C- und E-Klasse von Mercedes montierten. Mit dem Anstieg der Produktion und der Ausweitung des Produktspektrums soll das Personal bis zum Ende des Jahres auf rund 70 Mitarbeiter aufgestockt werden.

Fünftes deutsches Werk geplant

„Die Volksrepublik China ist für uns nach den USA der zweitwichtigste Wachstumsmarkt“, so Geisel. In den Vereinigten Staaten ist der Automobilzulieferer seit 2004 mit einem Produktionswerk vertreten. Neben China und den USA produziert der Abgassystem-Spezialist bereits seit 1998 in Frankreich und seit 1999 in Indien. In Deutschland fertigt Boysen an den Standorten Altensteig, Walddorf, Simmersfeld sowie im niederbayerischen Salching. Ein fünftes Werk soll in Kürze im sächsischen Plauen die Produktion aufnehmen.

„Der Beginn der Produktion in unserem chinesischen Werk ist ein Meilenstein in der Geschichte unserer Unternehmensgruppe und ein wichtiger Baustein in unserer Wachstumsstrategie“, sagt Geisel. Um im weltweiten Wettbewerb zu bestehen, sei das Unternehmen auf weiteres Umsatzwachstum angewiesen. Als mittelständisch strukturierter Zulieferer könne Boysen steigende Lohn-, Energie- und Rohstoffkosten sowie den wachsenden Preisdruck von Seiten der Fahrzeughersteller nur kompensieren, wenn es gelinge, durch Wachstum neue Rationalisierungspotenziale zu erschließen.

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