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IAA 2011 Neues Speichermaterial vom KIT

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die Energiemenge in einer E-Auto-Batterie ist nur halb so große wie in einem Benzintank. Ein neues Speichermaterial soll das nun ändern.

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Ein neues Speichermaterial für Lithium-Ionen-Akkus von Elektroautos hat das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt. Die Eisen-Kohlenstoff-Struktur soll dank der Durchsetzung mit Kohlenstoffdrähten deutlich mehr Energie auf kleinem Raum speichern können als herkömmliche Materialien. Die Speicherdichte von Lithium-Ionen-Batterien soll sich dadurch um den Faktor fünf verbessern, was für eine höhere Reichweite von Elektroautos bei gleicher Akkugröße sorgt. Vorgestellt wird die Technologie nun auf der IAA in Frankfurt (15. Bis 25. September).

Die Halbierung der Herstellkosten für Batterie und Antriebsstrang in Elektroautos bis 2018 ist möglich, wenn die Lücken in der Innovationskette geschlossen werden. Für dieses Ziel entwickeln Die Wissenschaftler des KIT wollen industrienahe Lösungen für Energiespeicher und Antriebssysteme entwickeln und sia auf Systemeben zusammenführen.

Auf der Messe präsentiert das KIT auch das Konzept einer industrienahen „Forschungsfabrik“ als übergreifende Entwicklungsplattform für Batterie und Antriebsstrang in Elektroautos. Für Aufbau und Entwicklung kalkuliert das KIT Projektkosten von rund 200 Millionen Euro bis 2018. Die „Forschungsfabrik“ soll allen Partnern aus Industrie und Forschung offen stehen.

„Es geht nicht mehr darum, einzelne Moleküle oder Komponenten zu erforschen, sondern Lösungen auf Systemebene zu entwickeln, die industriellen Ansprüchen genügen“, sagte Projektleiter Andreas Gutsch. Im übergreifenden Projekt „Competence E“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeiten dazu 250 Wissenschaftler aus 25 Instituten fachübergreifend zusammen.

Innerhalb des Projektes Competence E sollen rund 150 neue Ingenieursstellen besetzt werden. Bereits 2012 würden die ersten 50 Ingenieure eingestellt und über ein berufsbegleitendes Qualifizierungsprogramm zu Spezialisten für den Themenkomplex Elektromobilität ausgebildet, teilte das Institut weiter mit. Stellenausschreibungen würden in Deutschland und Spanien geschaltet.

KIT auf der IAA: Halle 4, Stand D38

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