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Wirtschaft NEVS gibt Markennamen Saab auf

| Autor / Redakteur: mit Material von ampnet / Christian Otto

Künftige Fahrzeuge des schwedisch-chinesischen Unternehmens NEVS firmieren nicht mehr unter dem Namen des ehemaligen Traditionsherstellers Saab. Die Neuausrichtung des Unternehmens fordere auch einen neuen Markenauftritt.

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NEVS gibt den Traditionsnamen Saab auf: Künftige E-Autos produziert und vertreibt das Unternehmen unter seinem eigenen Namen.
NEVS gibt den Traditionsnamen Saab auf: Künftige E-Autos produziert und vertreibt das Unternehmen unter seinem eigenen Namen.
(Bild: NEVS)

Der Saab-Eigner National Electric Vehicle Sweden (NEVS) führt den Namen der Traditionsmarke künftig nicht mehr weiter. Laut eigener Angaben will das schwedisch-chinesische Unternehmen die ab 2017 auf Basis des Saab 9-3 geplanten Elektroautos unter der neuen Marke NEVS produzieren und vertreiben. Grund für die Abkehr vom Namen Saab sei die Fokussierung auf die Elektromobilität und die Mobilitätslösungen, die zugehörig entstehen sollen. Dieser Vision folgend, baut das Unternehmen auf die neue Markenidentität mit neuem Logo. Dieses zeigt die vier Buchstaben „NEVS“ in einem modernen Schriftzug – eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Tesla-Logo ist sichtbar.

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Fokus auf China

Mattias Bergman, President NEVS, erklärte nochmals die Neuausrichtung: „Trotz des großen Respekts für unsere Geschichte und unsere Erbe, wollen wir als das erkannt werden, was wir sind – ein nachhaltiger Mobilitätsanbieter der sich der Umwelt verpflichtet und einen fokussierten Wachstumsplan hat mit einer eigenen Marke als Meilenstein.“ Das Langfristziel von NEVS lautet, weltweit die eigenen E-Fahrzeuge anzubieten. China hat dabei vorerst aber Priorität. Am chinesischen Markt wolle man einen starken Footprint erreichen, um von dort die Expansion zu starten und Partnerschaften aufzubauen. Einige Rahmenvereinbarungen wurden dabei schon unterschrieben: So soll NEVS nach eigenen Angaben bis 2020 rund 150.000 E-Autos und weiterer 100.000 E-Transporter an den chinesischen Partner Panda New Energy liefern. Auch Gespräche über die Produktion eines batteriebetriebenen Pkw in der Türkei soll es geben.

NEVS hatte die ehemalige General-Motors-Tochter Saab vor vier Jahren gekauft. Die schwedische Kultmarke hatte vor der Pleite bereits an einer Elektroversion seines 9-3 gearbeitet. Mit der Umbenennung der Marke wird unter anderem auch die Internetadresse von www.saabcars.com auf www.nevs.com umgestellt.

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