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Novelis „New Aluminium“ im 7er

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die neue 7er-Limousine von BMW rollt mit Leichtbau-Türkomponenten vom Band, die auf der Novelis-Fusion-Technologie basieren. Dabei handelt es sich um die erste Automobilanwendung des mehrschichtigen Materials, das bei Novelis als „the new aluminium“ gilt.

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Novelis, ein Unternehmen der indischen Aditya Birla Group, ist der Hauptlieferant für die Walzbleche aus Aluminium der 7er-Karosserie. Diese finden Verwendung – in konventioneller Art – unter anderem für das Dach, die Türen, die Motorhaube, Kotflügel und Seitenwand, sowie Strukturverstärkungen. Dies trägt dazu bei, das Fahrzeuggewicht zu reduzieren und so die Fahrleistungen und -dynamik zu optimieren bei gleichzeitig reduziertem Kraftstoffverbrauch.

Novelis Fusion ist eine patentierte Technologie, bei der Aluminiumbleche aus zwei (oder drei) Lagen unterschiedlicher Aluminiumlegierungen hergestellt werden. Durch den Einsatz dieses neuen Materials ist BMW in der Lage, die Tür Innenstruktur mit integriertem Fensterrahmen in einem Stück zu fertigen - und dies mit einem Design, das mit konventionellen Aluminiumblechen nicht machbar gewesen wäre.

Hohes Umformvermögen kombiniert mit Korrosionsbeständigkeit

Die von BMW eingesetzte Legierungskombination bietet ein hohes Umformvermögen kombiniert mit einer hohen Korrosionsbeständigkeit, eine Eigenschaftskombination, die bislang nicht verfügbar war. Da die Leistungsvorteile des Leichtmetalls Aluminium dank Novelis Fusion dieses Designkonzept ermöglichten und mit den Produktions- und Montagevorteilen einer einteiligen Konstruktion einhergehen, ergben sich außerdem wirtschaftliche Vorteile. Konventionelle Werkstoffe bedingen eine weniger effiziente, mehrteilige Konstruktion für diese Anwendungen.

BMW ist der erste Automobilhersteller, der Novelis Fusion in der Serienfertigung einsetzt. Zahlreiche andere Automobilhersteller testen das Material oder haben sich bereits für einen künftigen Einsatz entschieden.

Schweizer Werk beliefert europäische Kunden

Im September hatte Novelis im Schweizer Sierre mit der Produktion von „Fusion“ begonnen. Die aktuelle Jahreskapazität der Anlage im Kanton Wallis liegt bei 130.000 Tonnen. Zuvor wurden bestellte Produkte mit in Nordamerika gegossenen Barren hergestellt und dann in einem der europäischen Walzwerke des Unternehmens gewalzt.

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