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Neue Modelle New York Auto Show 2015: Licht und Schatten

| Autor / Redakteur: Jens Meiners / Thomas Günnel

Noch läuft die New Yorker Automesse, doch die Pressetage sind absolviert, man darf erste Bilanz ziehen. Klar ist: New York ist auf dem Weg nach oben – auf Augenhöhe mit den konkurrierenden Messen in Detroit und Los Angeles.

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Eine erste Bilanz der New York Auto Show 2015: Die Messe ist auf dem Weg nach oben – auf Augenhöhe mit den konkurrierenden Messen in Detroit und Los Angeles.
Eine erste Bilanz der New York Auto Show 2015: Die Messe ist auf dem Weg nach oben – auf Augenhöhe mit den konkurrierenden Messen in Detroit und Los Angeles.
(Foto: auto-medienportal.net/Jens Meiners)

Ihnen gegenüber hat New York den Vorzug der größeren Nähe zu Europa – und schöner als in Detroit ist es am Hudson River allemal. Hier sind unsere – streng subjektiven – Tops und Flops vom Streifzug durch die Hallen und auf den flankierenden Veranstaltungen der Automesse.

Die Highlights

Mercedes-Benz

Gleich dreifach haben die Stuttgarter beim „World Car of the Year" abgeräumt: Die neue C-Klasse ist „World Car of the Year", mit deutlichem Abstand vor dem zweitplatzierten Volkswagen Passat. Außerdem konnte das S-Klasse Coupé die Trophäe „World Luxury Car" einheimsen, während der Mercedes-AMG GT sich nunmehr „World Performance Car" nennen darf. Der Hattrick gibt der Stuttgarter Traditionsmarke weiteren Auftrieb und unterstreicht den Erfolg der nicht nur ingenieurs-, sondern auch designgetriebenen Produktoffensive.

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Bentley

Die Briten hatten zwar keinen Stand auf der Messe, dafür aber ein eigens hergerichtetes Studio im Stadtteil Soho, in dem sich die sensationelle Sportwagen-Studie EXP10 präsentierte. Zum Gesprächsthema wurden die Aussagen von Chefdesigner Luc Donckerwolke, der es sich nicht nehmen ließ, die Continental-Studie der Ford-Nebenmarke Lincoln als Plagiat des Bentley Flying Spur zu identifizieren. Dass ein Designer die Dinge deutlich beim Namen nennt, kommt leider nicht häufig vor; unter Kollegen erntete Donckerwolke umso mehr Zustimmung und Respekt.

Smart

Smart-Chefin Annette Winkler ist sich sicher: Mit der neuen Modellgeneration des Smart – der zweiten, die es in den USA gibt – wird Daimler den Bedürfnissen der Kunden weitaus besser gerecht als bisher. Wurde der Zweisitzer vorher nur mit schwachen Motorisierungen angeboten, so gibt es den Stadtflitzer nunmehr auch in den USA mit mehr als angemessenen 90 PS. Und seit es den Scion/Toyota iQ nicht mehr gibt, besitzt Smart in diesem Segment eine Alleinstellung. Besser als der erheblich größere Fiat 500 ist das deutsch-französische Premium-Accessoire allemal.

Mitsubishi

Noch heute leidet Mitsubishi unter den strategischen Fehlentscheidungen der vergangenen 20 Jahre, und es kann durchaus sein, dass sich der Entwicklungsschwerpunkt Elektromobilität noch in die Reihe schwerer Missgriffe einreihen wird. Doch Mitsubishi hat erkannt, dass es auf die Emotion ankommt. Für eine stilistische und sportlich geprägte Neuausrichtung steht vor allem der Name Tsunehiro Kunimoto. Der Stardesigner, der zuvor fast 30 Jahre lang bei Nissan und Infiniti wirkte, hat ein neues Markengesicht entwickelt, das beim gelifteten Outlander erstmals in Ansätzen zu erkennen ist. Die Design- und Technikstudien, die am Rande der Messe erläutert wurden, versprechen viel. Und eine große Limousine ist keinesfalls vom Tisch.

Cadillac

Mit dem CT6 re-etabliert sich Cadillac in der automobilen Oberklasse – vielleicht erstmals seit vielen Jahrzehnten – mit einem Auto, das technische Maßstäbe setzt. Das gilt für die Leichtbau-Karosserie und das anspruchsvolle Fahrwerk ebenso wie für das Interieur, das mit innovativen Elementen wie einer induktiven Ladeschale für das Telefon und ausfahrbaren Bildschirmen an der Vordersitzlehne überrascht. Das Exterieur bleibt der etablierten, höchst eigenständigen Formensprache treu.

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