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Fahrbericht Nissan 370Z Nismo – Markenstärkung durch mehr Emotion

| Autor/ Redakteur: sp-x / Jens Rehberg

Nissan präsentiert die sportlich geschärfte Nismo-Version des zweisitzigen 370Z. Neben 14 PS mehr gibt es rote Bremssättel, einen großen Heckflügel sowie markanten Sound.

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Die ab Werk getunte 370Z-Variante ist bereits das zweite Modell in diesem Jahr, mit dem Nissan sein Modellprogramm stärker emotionalisieren will.
Die ab Werk getunte 370Z-Variante ist bereits das zweite Modell in diesem Jahr, mit dem Nissan sein Modellprogramm stärker emotionalisieren will.
(Foto: Nissan)

Ein bisschen Sportsgeist darf nicht fehlen, haben sich wohl die Nissan-Verantwortlichen gedacht, und so erweitert das Unternehmen seine Produktpalette um optisch sowie technisch getunte Ableger seiner Serienfahrzeuge. Den Anfang hat der Juke Nismo gemacht, jetzt folgt der 370Z Nismo. Das zweisitzige Coupé kostet in der sportlich-geschärften Version ab 45.000 Euro.

Auf den ersten Blick liest sich der Preisaufschlag, den Nissan für die Nismo-Variante des 370Z verlangt, recht happig. 12.000 Euro mehr werden fällig, dafür gibt es aber nur 14 PS an zusätzlicher Leistung. Der 3,7-Liter-V6 liefert jetzt 253 kW/344 PS an die Hinterräder. Das Drehmoment hat ebenfalls leicht zugelegt – um 8 Newtonmeter auf 371 Nm. Gleich geblieben ist die Höchstgeschwindigkeit, die elektronisch bei Tempo 250 begrenzt wird.

Natürlich macht es einen Unterschied, ob 328 oder 344 PS für Vortrieb sorgen oder ob 364 oder eben 371 Nm an der Kurbelwelle zerren, und natürlich hat ein solcher Zuwachs Auswirkungen auf das Fahrerlebnis. Bleibt aber die Frage, ob der nicht motorsportlich-aktive Fahrer die Unterschiede bemerkt? Mag sein, dass der 370Z Nismo etwas bissiger im unteren und mittleren Drehzahlbereich zubeißt, aber schon das Serienmodell ist in dieser Hinsicht nicht besonders zahm.

Das knackige Sechsgang-Schaltgetriebe ist ebenfalls nicht neu. Dass der Standardspurt um 0,1 Sekunden schneller und nun in 5,2 Sekunden absolviert werden kann – geschenkt. Ebenfalls nur am Rande sei der Durchschnittsverbrauch vermerkt: 10,6 Liter (248 g/km). Ein Wert, der bei artgerechter Nutzung des Fahrzeugs nur gut für die steuerliche Einstufung ist.

Deutlich strafferes Fahrwerk als die Basisversion

Beim nun deutlich strafferen Fahrwerk treten die Unterschiede markanter zu Tage oder anders ausgedrückt: Der Fahrkomfort leidet ein wenig. Die Nissan-Ingenieure haben viel Arbeit in die Fahrwerksabstimmung gesteckt. Härtere Federn sowie straffere vordere und hintere Dämpfer standen ganzen oben auf der Anforderungsliste. Zur weiteren Erhöhung der Rollsteifigkeit trägt die nochmals verstärkte Strebe zwischen den vorderen Federbeindomen bei.

Die Folgen sind gut spürbar. Zum einen liegt der Nismo wie ein Brett auf der Straße; Kurven bringen ihn nicht aus der Ruhe. Zum anderen erhalten die Insassen jederzeit Rückmeldung über die Straßenbeschaffenheit. Werden Querrillen noch leicht gefiltert an den Popometer durchgereicht, verhindern Längsfugen auf ihrer ganzen Länge, dass der Fahrer sich zu sehr wohl fühlt und tragen unter anderem dazu bei, seine Konzentration hoch zu halten. Straßenunebenheiten halten ebenfalls Dialoge mit den Insassen.

Apropos Dialog: Der 370Z Nismo hört sich gut an. Aus den im Durchmesser vergrößerten Auspuffendrohren entweicht ein kerniger Sound und lässt bei innerstädtischen Fahrten vor allen Dingen die Jugend dem Auto hinterher schauen. Ein weiterer kurzer Gasstoß an der Ampel zaubert dem einen oder anderen Heranwachsenden ein breites Grinsen ins Gesicht.

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