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Sicherheit Nissan: Kamerabasierter Rückspiegel in Serie

Redakteur: Thomas Günnel

Die Technik an sich ist nicht neu, wohl aber ihr Einsatz in der Serienfertigung: Nissan präsentiert auf dem Automobilsalon in Genf den „Smart-Mirror“ – einen kamerabasierten Rückspiegel.

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Nissan will den kamerabasierten Rückspiegel in die Serienfertigung bringen. Die Premiere der Technik ist auf dem Automobilsalon in Genf.
Nissan will den kamerabasierten Rückspiegel in die Serienfertigung bringen. Die Premiere der Technik ist auf dem Automobilsalon in Genf.
(Foto: Nissan)

Der Automobilhersteller will mit der Technik beste Sicht nach hinten ermöglichen, unabhängig von den äußeren Bedingungen. Im Gehäuse des Innenspiegels ist ein LCD-Monitor integriert, der sich auf Knopfdruck aktivieren lässt. Anstellte des herkömmlichen Spiegelbildes erscheint dann das Bild einer hochauflösenden, am Heck montierten Kamera. Diese hat eine Auflösung von 1,3 Millionen Pixeln und filtert laut Nissan Sonnenstrahlen und das Scheinwerferlicht nachfolgender Verkehrsteilnehmer. Regen, Schnee oder Nebel sollen die Funktion des Smart-Mirror nicht beeinträchtigen.

Die Design-Alternative

Herkömmliche Weitwinkel-Kameras waren ungeeignet, weil ihre Auflösung nicht für eine Darstellung auf dem kleinen LCD-Monitor ausreicht. Statt üblicher Formate wie 4:3 oder 16:9 musste der eigens angefertigte Bildschirm ein Verhältnis von 4:1 bieten. Außerdem bestand durch die Kombination von transparentem LCS-Monitor und Spiegeloberfläche die Gefahr, dass ein verschwommenes Bild entsteht. Der Smart-Mirror kommt zunächst im elektrischen Nissan Zeod RC, der bei den 24 Stunden von Le Mans startet sowie in Nismo-Modellen zum Einsatz.

Im Gehäuse des Innenspiegels ist ein LCD-Monitor integriert, der sich auf Knopfdruck aktivieren lässt. Statt des herkömmlichen Spiegelbildes erscheint dann das Bild einer hochauflösenden Kamera.
Im Gehäuse des Innenspiegels ist ein LCD-Monitor integriert, der sich auf Knopfdruck aktivieren lässt. Statt des herkömmlichen Spiegelbildes erscheint dann das Bild einer hochauflösenden Kamera.
(Grafik: Nissan)

In Japan soll die Technik bereits im Frühjahr 2014 als Option erhältlich sein, im Jahr 2015 folgt die weltweite Markteinführung. Dem Hersteller geht es aber nicht nur um die gute Sicht nach hinten: Der intelligente Rückspiegel schaffe Spielraum für neues Design künftiger Modelle, da er eine Alternative zu möglichst großen Heckscheiben sei, erklärte Andy Palmer, Chief Planning Officer und Executive Vice President bei Nissan.

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