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Nissan Note Nissan plant Offensive im B-Segment

| Redakteur: Jens Rehberg

Im Kleinwagen-Segment steht eine breit angelegte Nissan-Offensive bevor: Im Herbst bekommt der Micra eine Auffrischung, der Juke einen neuen Turbo-Diesel und es startet der neue Note.

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Ab Oktober 2013 greift der neue Note in Deutschland im Kleinwagensegment an.
Ab Oktober 2013 greift der neue Note in Deutschland im Kleinwagensegment an.
(Foto: Nissan)

Nissan will seinen Marktanteil im Kleinwagensegment mit neuen beziehungsweise aufgefrischten Produkten steigern. Ein wichtiger Treiber hierfür ist der neue Note, den der Importeur derzeit Händlern und Pressevertretern aus ganz Europa vorführt. Zudem wird der Micra zum Herbst überarbeitet und der Juke erhält ein neues Turbodieselaggregat. Europaweit hat Nissan im B-Segment bereits auf die Überholspur gewechselt – 2014 will die Importeurstochter der Japaner hier einen Segmentanteil von etwa 5,7 Prozent erreicht haben. 2008 war der Anteil an den Kleinwagen-Neuverkäufen noch etwa halb so groß gewesen.

Der neue Nissan-Geschäftsführer Thomas Hausch zeigte sich im Hinblick auf die Erreichung der gesteckten Volumenziele im Gespräch mit der Automobil-Industrie-Schwesterzeitschrift »kfz-betrieb« zuversichtlich: „Zwar haben wir seit etwa sechs Monaten in Deutschland wegen teilweise extremer Nachlässe vieler Wettbewerber ein noch schwierigeres Umfeld“, so der Manager. Es werde jedoch in den nächsten zwei Jahren für das Händlernetz „einen unglaublichen Schub an neuen Modellen“ geben.

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Zweite Generation des Note

Bevor allerdings 2014 unter anderem der nächste Qashqai und ein neues kompaktes Schrägheckmodell an den Start fahren, kommt im Oktober erst mal die zweite Generation des Note in die Schauräume. Deutlich schicker, aber nach wie vor praktisch, so könnte man das Ergebnis des Modellwechsels auf den Punkt bringen. Der Schwenk war notwendig – zuletzt verkaufte Nissan von dem Minivan 2012 knapp 5.000 Stück. „Mit dem neuen Note haben wir es geschafft, die Nutzwert-Orientierung des alten Note zu behalten, können aber gleichzeitig neue Kunden erreichen, die ein dynamisches Äußeres schätzen und Wert auf Sicherheitsfunktionen legen, die sie bei den Wettbewerbern nicht finden.“ Insbesondere mit dem Safety-Shield (Toter-Winkel-Assistent plus Spurhalte-Assistent plus Personenerkennung im Fahrzeugnahbereich über selbstreinigende Heckkamera) sowie einem Preisvorteil, den der neue Note im Vergleich zu einigen Wettbewerbern biete, sollten sich nach Ansicht von Thomas Hausch deutlich mehr Kunden als bislang gewinnen lassen.

Ein trendiger Kleinwagen

Der Dreh ist optisch durchaus gelungen. Im Gegensatz zum Vorgänger, der vom Äußeren her ziemlich eindeutig in der Van-Kategorie abgelegt werden konnte, ist der neue Note, der im englischen Sunderland vom Band rollt, in erster Linie ein trendiger Kleinwagen. Das ist ganz im Sinne von Thomas Hausch, der das Fahrzeug jetzt auf Augenhöhe mit dem Ford Fiesta oder auch dem VW Polo positioniert wissen will. Dazu setzt der Importeur die Fußnote, dass der Nissan circa 500 Euro Mehrwert im Vergleich zum Fiesta biete. Natürlich hat der neue Geschäftsführer aber auch genügend Bodenhaftung, um zu wissen, dass das Volumen der beiden genannten Wettbewerber für seinen Angreifer bei weitem nicht erreichbar ist – wenn auch produktseitig das entsprechende Potenzial gegeben sei.

Ein konkretes Absatzziel wollte sich der erst seit 1. Mai bei Nissan angestellte Diplom-Wirtschaftsingenieur aber nicht entlocken lassen. „Eine deutlich zweistellige Zuwachsrate sollte im ersten vollen Verkaufsjahr erreichbar sein“, sagte er. Das könnte als Zielvorgabe von 7.000 bis 9.000 Einheiten für 2014 interpretiert werden.

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