Elektromobilität Nissan trennt sich von Batteriegeschäft

Redakteur: Christian Otto

Der japanische OEM Nissan gibt sein komplettes Batteriegeschäft an den Finanzinvestor GSR. Nissan gibt damit seine Zukunftssparte ab und will sich dafür nun stärker auf das Design und die Fertigung von E-Fahrzeugen konzentrieren.

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Nissan trennt sich von seinem gesamten Batteriegeschäft, das in der Tochter AESC gebündelt ist.
Nissan trennt sich von seinem gesamten Batteriegeschäft, das in der Tochter AESC gebündelt ist.
(Bild: Nissan)

Nissan trennt sich von seinem kompletten Batteriegeschäft. Als Käufer hat der japanische OEM den Finanzinvestor GSR Capital auserkoren. Die bisherige Nissan-Batteriesparte Automotive Energy Supply Corporation (AESC) umfasst die Batteriewerke in Smyrna im US-Bundesstaat Tennessee sowie im britischen Sunderland. Diese Standorte übernimmt GSR komplett. Zudem gehören laut Nissan auch Teile der japanischen Batteriefertigung in Oppama, Atsugi und Zama zu dem Geschäft.

Nissans Vorstandschef Hiroto Saikawa bewertet den Deal durchweg positiv: „Dies ist eine Win-win-Situation für AESC und Nissan. Mit dem Verkauf kann AESC das Netzwerk und die globalen Investitionen von GSR nutzen, um seine Kundenbasis zu erweitern und seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Dadurch wird sich auch die Wettbewerbsfähigkeit von Nissans EV-Sparte verbessern.“ Saikawa betonte zudem, dass AESC ein wichtiger Partner für Nissan bleiben werde. Das könnte bedeuten, dass der OEM auch weiterhin die Batterien von seiner bisherigen Tochter bezieht. Nissan will sich nun noch stärker auf das Design und die Fertigung elektrischen Fahrzeuge fokussieren.

Abschluss bis Ende 2017 geplant

Sonny Wu, Präsident von GSR Capital, erklärte seinerseits, dass man mit dem Erwerb von AESC einen bedeutenden Schritt im Bereich der Entwicklung und Fertigung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben vollziehe. „Wir planen zusätzlich in Forschung und Entwicklung zu investieren und die bestehenden Produktionskapazitäten in den USA, in Großbritannien und in Japan auszuweiten sowie neue Werke in China und Europa aufzubauen. " Um den Verkauf zu ermöglichen, erwirbt Nissan zunächst den 49-prozentigen Anteil, den der japanische Batteriekonzern NEC an AESC hält. Außerdem wird Nissan dazu auch vollständig die Elektrodenfertigung von NEC übernehmen, die in dem Unternehmen NEC Energy Devices ausgelagert ist. NEC stimmte in einer Erklärung dem Verkauf seiner AESC-Anteile an Nissan zu. Nissan und NEC hatten 2007 das gemeinsame Unternehmen gegründet, um Lithium-Ionen-Batterien zu entwickeln. Der Abschluss des Geschäfts sei laut Nissan bis Ende Dezember 2017 geplant. Der Kaufpreis wurde nicht kommuniziert.

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