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Motorsport Engineering Nissan überarbeitet GT-R Nismo GT3

| Autor / Redakteur: Annette Laqua / Wolfgang Sievernich

Der Nissan GT-R Nismo GT3, Vorjahres-Champion des Blancpain Endurance Pro Cup und der Super GT GT300, wurde über den Winter noch weiter optimiert.

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Nissan und sein Entwicklungspartner JRM haben den GT-R Jahrgang 2016 über 300.000 Testkilometer bewegt.
Nissan und sein Entwicklungspartner JRM haben den GT-R Jahrgang 2016 über 300.000 Testkilometer bewegt.
(Foto: JRM/Nissan)

Der japanische Sportwagen Nissan GT-R Nismo GT3 konnte im vergangenen Jahr sowohl die Blancpain Endurance Pro-Wertung gewinnen, als auch den Titel in der GT300-Klasse der japanischen GT-Meisterschaft erringen. Doch trotz der Erfolge hat das Team JRM zusammen mit dem japanischen Nissan-Werkstuner Nismo über den Winter weiter am GT3-Renner gefeilt. Dabei lag das Hauptaugenmerk darauf, das Fahrzeug sowohl für Profirennfahrer als auch Amateure fahrbarer zu machen.

Ausführliches Testprogramm

Um die Ziele zu erreichen, wurde der Nissan GT-R mehr als 300.000 Test-Kilometer über diverse Rennstrecken getrieben. Am Schluss konnten die Ingenieure unter anderem ein reduziertes Gewicht mit optimierter Verteilung, eine bessere Aerodynamik, weniger Kraftstoffverbrauch und eine gesteigerte Bremsleistung vermelden.

Der von einem 3,8-Liter-V6-TwinTurbo-Motor angetriebene Bolide bringt in der FIA-GT3-homologierten Form nun 1.290 Kilogramm auf die Waage. Er hat damit rund 40 Kilogramm im Vergleich zum Vorjahr verloren, was auch dem Handling zugutekommt.

Dass dabei auch an Details gearbeitet wurde, erkannt man daran, dass die Leitungen für die von Motor angesaugte Luft nun aus Kohlefaser gefertigt werden, ein neuer Kabelbaum zum Einsatz kommt und an der Gestaltung der Lenksäule geschliffen wurde. Der Anlasser wanderte vom Motor in Richtung der angetriebenen Hinterachse, um die Gewichtsverteilung zu verbessern.

Bessere Kühlung durch neue Aerodynamik

Alle Aerodynamik-Elemente wurden nicht nur bei ausgiebigen Testfahrten auf der Strecke, sondern auch im Windkanal weiterentwickelt. Heraus kam eine komplett überarbeitete Front- und Heckpartie. Die Frontpartie wurde unter anderem auch daraufhin optimiert, den Motor, das Cockpit und die Bremsen nun besser kühlen zu können. Um die Bremsleistung weiter zu steigern, setzt man nun ferner auf größere Bremssättel von AP und Bremsscheiben des Zulieferers Endless.

Und auch die Gestaltung des Cockpits wurde nicht vergessen. Eine neue Instrumententafel, ein neues Lenkrad und eine geänderte Anordnung der Mittelkonsole erleichtern die Arbeit des Fahrers. Eine modifizierte Sitzposition, die das Ein- und Aussteigen erleichtert soll bei Rennen die Fahrerwechsel beschleunigen.

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