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Batterietechnik Nissan und Eaton geben E-Fahrzeugbatterien ein zweites Leben

| Redakteur: Christian Otto

Der japanische OEM und der Zulieferer wollen unter anderem alte Batterien des E-Fahrzeugs Leaf wieder für den Einsatz im häuslichen Umfeld aufbereiten. So könnte beispielsweise Ökostrom gespeichert werden.

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Unter anderem könnten Batterien des Nissan Leaf ein zweites Leben bekommen.
Unter anderem könnten Batterien des Nissan Leaf ein zweites Leben bekommen.
(Foto: Nissan )

Nissan hat im Rahmen der Weltklimakonferenz in Paris eine Partnerschaft mit Eaton Power bekanntgegeben. Zusammen will man Systeme zur Nutzung von Batterien nach ihrem Einsatz im Automobil entwickeln. Nissan und Eaton wollen dabei ihre gemeinsame Expertise bei Lithium-Ionen-Batterien und Leistungselektronik bündeln, um zeitnah zuverlässige und kostengünstige Energiespeicher und Regeltechnologien auf den Markt zu bringen. Im Fokus stehen Lithium-Ionen-Batterien, die nach ihrem Einsatz in Nissan Elektrofahrzeugen für ein „zweites Leben“ neu aufbereitet werden.

Robert Lujan, Direktor des EV-Programms von Nissan Global, sagt: „In ihrer Rolle als Energiespeicher überdauern die Batterien die typische Lebenszeit eines Autos bei weitem. Bei einer wirtschaftlich tragbaren Folgenutzung helfen uns nicht nur die eigenen Erfahrungen mit Batterien, sondern auch das Know-how von Eaton in punkto Energiemanagement, -steuerung und -integration.“

Autarke Lösung

Das erste fertig entwickelte Modul soll Second-Life-Batterien aus dem Nissan Leaf mit der USV-Technologie (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) von Eaton und Photovoltaik-Anlagen verbinden. Dieses autarke Energiespeicher- und Regelpaket könnte es Kunden ermöglichen, ihren Energieverbrauch und ihre Stromversorgung sowohl mit als auch ohne Anschluss an das öffentliche Netz selbst zu steuern.

Das Speicher- und Kontroll-Modul ist laut der beiden Partnerunternehmen eine erschwingliche und langfristige Methode zur Speicherung von (Öko-)Strom. Es fördere den Einsatz erneuerbarer Energien und helfe bei der Stabilisierung und weiteren Effizienzsteigerung der öffentlichen Netze.

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