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Personalie Nissan-Vertriebschef wird Kia-Geschäftsführer

Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Kia Motors Deutschland hat einen neuen Geschäftsführer gefunden. Nissan-Manager Steffen Cost folgt auf Martin van Vugt, der bereits im August den Importeur verlassen hatte.

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Steffen Cost übernimmt zum 1. März 2015 die Geschäftsführung von Kia Motors Deutschland.
Steffen Cost übernimmt zum 1. März 2015 die Geschäftsführung von Kia Motors Deutschland.
(Foto: Kia)

Der bisherige Nissan-Vertriebschef Steffen Cost übernimmt die operative Geschäftsführung des Konkurrenten Kia Motors Deutschland am 1. März 2015. Wie der koreanische Importeur am Montag mitteilte, beendet der 48-Jährige Cost die Vakanz in der Kia-Führung, die seit August besteht, nachdem Martin van Vugt den Importeur verlassen hatte. Erst am Freitag hatte Nissan mitgeteilt, dass Cost auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheiden werde.

Cost wird in seiner neuen Funktion den Importeur Kia Motors Deutschland zusammen mit Geschäftsführer (CEO) Jin Ha Kim leiten. In den vergangenen Monaten hatte Kia-Vertriebschef Tom Ring kommissarisch die Geschäftsführungs-Aufgaben übernommen. Die Aufgabe für Cost ist klar umrissen: Kia wolle in Deutschland wachsen, „qualitativ als auch quantitativ“, wird Jin Ha Kim in der Pressemitteilung zitiert. Der Importeur liegt derzeit 4,4 Prozent hinter den Neuwagenverkäufen des Vorjahres zurück.

In die andere Richtung entwickelte sich zuletzt dagegen der Absatz von Nissan Center Europe, für den Cost seit Oktober 2009 verantwortlich war. In diesem Jahr liegen die Verkäufe des Fabrikats 13,5 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Mit Importeursfabrikaten sammelte der Diplom-Ingenieur im Maschinenbau viel Erfahrung. Vor seiner Tätigkeit für Nissan war Cost seit 1995 für Renault in verschiedenen Funktionen tätig. Zunächst arbeitete er für die Renault Deutschland AG im Aftersales-Bereich. 2002 wurde Cost zum Geschäftsführer und Marketingdirektor der Renault-Tochter Sodicam Vertriebs GmbH berufen, die für den Vertrieb von Teilen und Zubehör der Marke zuständig ist. Nach einem einjährigen Zwischenspiel in der Renault-Zentrale in Paris kehrte er 2006 als Vertriebsdirektor Südwest nach Deutschland zurück und leitete von Mannheim aus das regionale Renault- und Dacia-Geschäft.

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