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Studie Notbremssysteme stehen hoch im Kurs

| Redakteur: Gerd Steiler

Deutsche Autokäufer haben laut einer aktuellen Studie großes Interesse an automatischen Fahrer-Assistenzsystemen. Am gefragtesten sind Notbremssysteme, vollautomatisches Licht sowie Überhol- und Spurwechselassistenten.

Etwa jeder zweite Autofahrer hat schon einmal ein solches System genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts Puls im Auftrag der Online-Autobörse Gebrauchtwagen.de.

Das größte Interesse der Autokäufer finden Notbremssysteme (72 Prozent) - und das, obwohl nur etwa 8 Prozent der befragten Autofahrer ein solches System bereits genutzt haben. Vollautomatisches Licht ist für 63 Prozent der Befragten interessant. Für Spurwechsel- und Überholassistent liegt die Zustímmungsquote bei 55 bzw. 53 Prozent.

Einparkassistent spaltet die Geschlechter

Etwas weniger gefragt sind automatische Einparkhilfe (46 Prozent), Nachtsichtgerät (43 Prozent) und Müdigkeitswarner (42 Prozent). Dabei ist der Einparkassistent bei Frauen (52 Prozent) deutlich beliebter als bei Männern (43 Prozent)

Head-up-Displays kommen nur für 41 Prozent der potenziellen männlichen Käufer infrage. Sie projizieren während der Fahrt wichtige Informationen wie Geschwindigkeit, Tempolimits oder Navigationshinweise direkt in das Sichtfeld des Fahrers. Bei Frauen schneiden sie noch schlechter ab (33 Prozent). Jeder fünfte Befragte befürchtet, dass ein Head-up-Display die Aufmerksamkeit beim Fahren negativ beeinträchtigt (21 Prozent). Bei den bereits recht weit verbreiteten vollautomatischen Lichtassistenten gibt es hingegen kaum Bedenken.

Noch wenig Erfahrung

Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) hat der Umfrage zufolge bislang noch keines der genannten Fahrer-Assistenzsysteme genutzt. Die bisherigen Nutzungsraten der einzelenen Systeme stellen sich wie folgt dar: Vollautomatisches Licht (34 Prozent), Einparkassistent (19 Prozent), Anzeigen von Verkehrszeichen im Auto (10 Prozent), Spurwechselassistent (9 Prozent), Head-Up-Display (9 Prozent), Müdigkeitswarner (8 Prozent), Notbremssysteme (8 Prozent), Überholassistent (7 Prozent).

Fast jeder dritte Befragte ist der Umfrage zufolge bereit, für das von ihm präferierte Assistenzssystem bis zu 500 Euro Aufpreis zu zahlen - laut Studie „ein starkes Indiz für die Marktfähigkeit der automatischen Helfer“. Bei Zusatzkosten von über 1.000 Euro sinkt die Zustimmungsrate für Fahrer-Assistenzsysteme allerdings rasch in den einstelligen Prozentbereich. Dagegen wollen 66 Prozent der Befragten für Notbremssysteme gar keinen Aufpreis zahlen und erwarten diese als obligatorischen Bestandteil der Serienausstattung.

Akzeptanz für nützliche Systeme steigt

„Die Skepsis gegenüber Helfern im Auto ist anfangs oft groß – das war auch bei der Klimaanlage oder Navigationssystemen der Fall. Es hat sich jedoch gezeigt, dass nützliche Assistenten im Fahrzeug über kurz oder lang von den Fahrern akzeptiert und geschätzt werden. Auf Gebrauchtwagen.de werden Nutzer ihr Wunschfahrzeug deshalb bald nach Head-Up-Display oder Spurwechsel-Assistenz selektieren können“, so Rötger Arnold, Leiter der Autobörse Gebrauchtwagen.de.

Den Angaben zufolge befragte Puls Marktforschung in der repräsentativen Erhebung für Gebrauchtwagen.de im September 2011 bundesweit 1.020 Personen, die den Kauf eines Fahrzeugs planen oder vor kurzem ein Fahrzeug gekauft haben.

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