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Rennstrecken Nürburgring-Sicherheit wird überarbeitet

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Die capricorn Nürburgring GmbH hat eine Reihe an Maßnahmen für 2016 beschlossen, die Rennfahrer und Industrie gleichermaßen befriedigen soll.

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Die Nürburgring Nordschleife soll im kommenden Jahr wieder sicherer und schneller werden.
Die Nürburgring Nordschleife soll im kommenden Jahr wieder sicherer und schneller werden.
(Foto: CNG)

Der Nürburgring soll im kommenden Jahr wieder so attraktiv werden, wie vor dem tödlichen Unfall eines Zuschauers Anfang dieses Jahres. Bei diesem hatte ein Rennfahrzeug während einer Motorsport-Veranstaltung den Sicherheitszaun durchbrochen und einen Zuschauer tödlich verletzt.

Zusätzliche Schutzzäune in mehreren Streckenabschnitten und eine Sperrzone im Streckenabschnitt Schwedenkreuz soll die Plätze für Zuschauer sicherer machen. Zur Erhöhung der passiven Sicherheit ist die Optimierung der Schutzlinien durch zusätzliche Leitplanken und FIA-Schutzzäune vorgesehen, beispielsweise entlang der Döttinger Höhe zur besseren Absicherung der angrenzenden Bundesstraße.

Beseitigung von Bodenwellen

Die Erneuerung der Fahrbahn im ersten Schritt im Streckenabschnitt Flugplatz dient der aktiven Sicherheit der 1927 eröffneten Nordschleife. „Auf Basis einer detaillierten Vermessung werden wir im Bereich Flugplatz auf etwa 500 Metern die Fahrbahn erneuern und dabei fünf Bodenwellen beseitigen, die im Laufe der Jahre durch die hohe Aus- und Belastung der Nordschleife entstanden sind“ erklärt Carsten Schumacher, Geschäftsführer der Nürburgring-Betreibergesellschaft CNG.

Tempolimits verschwinden

Die in diesem Jahr temporär eingeführten Tempolimits sollen wieder verschwinden, viele Rennfahrer und Teams hatten sich gegen die Tempozonen ausgesprochen, die der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) als Sofortmaßnahme nach dem Unfall zur Erhaltung der Streckenzulassung veranlasst hatte.

In einem 16 Punkte starken Maßnahmenkatalog will die CNG bis Frühjahr 2016 wieder einen normalen Renn- und Teststreckenbetrieb ermöglichen. Sieben Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

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