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Nutzfahrzeugmarkt Nutzfahrzeug-Aufwärtstrend in Europa stabil

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Einen guten Start ins Jahr verbuchte der Nutzfahrzeugmarkt. Mit einem Plus von vier Prozent knüpfte die Nachfrage an die positive Entwicklung Ende 2013 an. Es gab nur wenige Ausnahmen.

Die Nachfrage nach schweren Lkw hat zu Jahresbeginn kräftig zugelegt.
Die Nachfrage nach schweren Lkw hat zu Jahresbeginn kräftig zugelegt.
(Foto: MAN )

Nutzfahrzeuge waren zum Jahresstart stärker gefragt als im Auftaktmonat 2013. Im Januar hätten die Neuzulassungen in Europa (EU 28 plus Efta) um vier Prozent auf 137.600 Nutzfahrzeuge zugelegt, teilte der europäische Herstellerverband ACEA mit. Damit setzt sich der positive Trend aus dem vergangenen Jahr fort: Der Nutzfahrzeugmarkt war bereits den fünften Monat in Folge im Plus.

Vor allem im Osten entwickelte sich der Markt gut, aber auch die westlichen EU-Länder verzeichneten überwiegend ein Plus. In den neuen EU-Mitgliedsstaaten legten die Neuzulassungen um 11,1 Prozent auf 12.350 Nutzfahrzeuge zu, in Westeuropa kamen knapp 120.200 Einheiten erstmals auf die Straße, ein Plus von 4,1 Prozent. Ein besseres Abschneiden des Gesamtmarktes verhinderten die in der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta) zusammengefassten Länder, wo die Nachfrage um 11,2 Prozent auf 5.100 Einheiten zurückging.

In Westeuropa waren die meisten größeren Märkte im Plus. Mit einem Zuwachs von 44,9 Prozent in Spanien und von 12,2 Prozent in Italien hatten vor allem die südeuropäischen Länder Nachholbedarf. Auch Portugal (+32,4 Prozent) und Griechenland (+46,3 Prozent) machten auf niedrigem Niveau einen großen Schritt nach vorne. Im Minus waren nur wenige Länder. Spürbar für die Gesamtentwicklung war vor allem der Rückgang in Frankreich (–5,1 Prozent), aber auch die Niederlande (–14,7 Prozent) und Polen (–6,1 Prozent) waren im Minus. Am positivsten entwickelte sich, wie in den Monaten zuvor, der Markt der schweren Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen. Die Einführung neuer Abgasregeln, der sogenannten Euro-VI-Vorgaben, führte zu einem Plus von 9,7 Prozent. Insgesamt wurden im Januar in Europa 17.609 schwere Lkw neu zugelassen. Dabei war die Entwicklung in Osteuropa (+39,2 Prozent) deutlich besser als in Westeuropa (+4,4 Prozent).

Nur in wenigen Märkten war die Nachfrage rückläufig: Vor allem in Großbritannien (–41,8 Prozent auf 1.079 Lkw) und in den Niederlanden (–65,3 Prozent auf 257 Lkw) fiel das Minus heftig aus. Moderater war der Rückgang in Österreich mit einem Minus von 4,1 Prozent.

Transporter im Plus

Ein Plus verbuchten auch die leichten Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen. In Gesamteuropa legten die Neuzulassungen um 4,4 Prozent auf 113.300 Transporter zu. Die Nachfrage in Osteuropa (+5,4 Prozent) und Westeuropa (+5,3 Prozent) entwickelte sich ähnlich.

Abgesehen von Frankreich, wo die Zahl der neu zugelassenen Transporter um 7,6 Prozent zurückging, waren alle größeren Märkte im Plus. Der stärkste Nachholbedarf, wie die Gesamtzahlen ebenfalls zum Ausdruck bringen, zeichnete sich in den südeuropäischen Ländern ab. Als Segment verbuchten lediglich die Stadt- und Reisebusse über 3,5 Tonnen ein Minus. Hier sank die Zahl der Neuzulassungen um acht Prozent auf 2.531 Einheiten. Dabei zeigt sich Europa sehr volatil: Während einige Märkte ein Minus im hohen zweistelligen Prozentbereich verbuchten, legten andere Märkte im dreistelligen Bereich zu.

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