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Nutzfahrzeug-Markt Nutzfahrzeug-Markt in Europa legt richtig los

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Im Februar ist die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen sprunghaft gestiegen. Alle großen europäischen Märkte haben zugelegt. Insgesamt stiegen die Neuzulassungen um 13 Prozent.

Schwere Lkw sind zu Jahresbeginn gefragt.
Schwere Lkw sind zu Jahresbeginn gefragt.
(Foto: MAN)

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt hat im Februar zweistellige Wachstumsraten erzielt. In Europa (EU 28 plus Efta) seien die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13 Prozent auf knapp 130.600 Einheiten gestiegen, teilte der europäische Herstellerverband ACEA mit. Damit liegt die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen den sechsten Monat in Folge im Plus. Seit Jahresbeginn legte der Markt um acht Prozent zu.

Dabei waren alle größeren Märkte in den schwarzen Zahlen. Spanien, Deutschland, Großbritannien und Italien legten jeweils mehr als 13 Prozent zu. Selbst Frankreich, wo der Markt im Januar noch in den roten Zahlen steckte, verbuchte ein Wachstum. Dieses ist mit 2,9 Prozent zwar verhältnismäßig schwach, aber ein gutes Zeichen.

Lediglich Bulgarien (–46 %/252 Einheiten) und Rumänien (–7 %/800 Einheiten) sowie als etwas größerer Markt die Niederlande (–8 %/4.837 Einheiten) koppelten sich von der Entwicklung ab.

Der allgemeine Aufwärtstrend im Februar zeigte sich in allen Segmenten: Abgesehen von Stadt- und Reisebussen, die ein Plus von 8,7 Prozent erzielten, konnten die Nutzfahrzeugbereiche über alle Klassen im zweistelligen Prozentbereich zulegen.

Vor allem die schweren Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen waren mit gut 20 Prozent deutlich im Plus. Insgesamt kamen laut Herstellerverband 16.485 schwere Lkw neu auf die Straße. Hier dürfte sich die Anfang des Jahres verschärfte Nfz-Abgasnorm Euro VI ausgewirkt haben.

Abgesehen von Großbritannien, wo die Nachfrage um mehr als 40 Prozent zurückging, waren alle großen westeuropäische Länder im Plus. Deutschland gehörte mit einem Zuwachs von knapp 45 Prozent zu den größten Gewinnern, aber auch Frankreich (+18,9 Prozent) und Spanien (+31,2 %) haben kräftig zugelegt.

Etwas geringer fiel das Wachstum bei den kleinen Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen aus. Über alle 28 erfassten europäischen Länder hinweg stiegen die Neuzulassungen um 12,3 Prozent auf mehr als 107.000 Transporter. Dabei zeigten die osteuropäischen Länder (+13 %) eine nahezu identische Entwicklung wie die westeuropäischen Länder (+13,2 %).

Vor allem in Südeuropa herrscht großer Nachholbedarf: In Spanien legten die Neuzulassungen um mehr als 51 Prozent auf gut 8.500 Transporter zu, in Portugal gar um knapp 76 Prozent auf 2.000 Einheiten.

Etwas geringer, aber dennoch beachtlich legten die meisten großen westeuropäischen Länder zu: Großbritannien (+28,2 %), Italien (+14,7 %) und Deutschland (+13,7 %) erreichen zweistellige Zuwachsraten. Selbst Frankreich kann mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent noch ein Plus für sich reklamieren.

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