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ACEA Nutzfahrzeugmarkt wächst langsamer

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt hat im April erneut zugelegt, allerdings schwächt sich das Wachstum ab. Vor allem bei schweren Lkw zeigt sich eine sinkende Nachfrage.

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Schwere Lkw waren im April weniger gefragt.
Schwere Lkw waren im April weniger gefragt.
(Foto: Scania)

Den achten Monat in Folge hat der europäische Nutzfahrzeugmarkt zugelegt, doch im April hat sich das Wachstum merklich abgeschwächt. Insgesamt sei in Europa (EU 28 plus Efta) die Zahl der neu zugelassenen Einheiten um 4,3 Prozent auf knapp 158.000 Nutzfahrzeuge gestiegen, teilte der europäische Herstellerverband ACEA mit. In Westeuropa habe der Markt um 4,5 Prozent zugelegt, in Osteuropa seien es dagegen 12,1 Prozent gewesen. Allerdings fiel das Wachstum zu Beginn des zweiten Quartals deutlich geringer aus als in den ersten drei Monaten. Von Januar bis April kamen knapp 618.500 Einheiten erstmals auf die Straße, ein Zuwachs von 8,1 Prozent.

Vor allem bei den Lkw ging die Nachfrage zurück. Im europäischen Durchschnitt sanken die Neuzulassungen der schweren Lkw über 16 Tonnen um 0,2 Prozent auf 18.500 Einheiten. Während Osteuropa mit einem Zuwachs von fünf Prozent noch ein spürbares Plus verbuchte, waren die westeuropäischen Märkte mit einem Rückgang von 1,8 Prozent deutlich im Minus.

Von den größeren Märkten trugen dazu vor allem Großbritannien (–29,3 Prozent) und Frankreich (–15,3 Prozent) bei. Andere Länder legten zu: In Spanien stiegen die Neuzulassungen um 29,8 Prozent, in Italien (+4,8 Prozent) und Deutschland (+3,9 Prozent) wesentlich geringer. An vierter Stelle der größten europäischen Märkte liegt Polen: Die Neuzulassungen der schweren Lkw stiegen hier um 6,8 Prozent auf 1.226 Einheiten.

Während die Neuzulassungen schwerer Nutzfahrzeuge im Minus lagen, konnte der Markt der Transporter erneut zulegen. Im April stiegen die Neuanmeldungen der leichten Nutzfahrzeuge europaweit um 5,4 Prozent auf knapp 130.500 Stück.

Auch in diesem Segment konnten die östlichen Länder wesentlich stärker zulegen: Mit knapp 9.200 Transportern kamen 14,1 Prozent mehr Einheiten erstmals auf die Straße als im vergleichbaren Vorjahresmonat. In Westeuropa stiegen die Neuzulassungen um 5,8 Prozent auf knapp 116.000 Transporter.

Großbritannien (–0,6 Prozent) und Deutschland (–3,0 Prozent) bremsten das Wachstum. Dagegen setzten Spanien (+57,6 Prozent) und Italien (+16,9 Prozent) kräftige Impulse. Auch der französische Markt (+2,5 Prozent) trug zur positiven Entwicklung bei, wenn auch das europäische Nachbarland unter dem Durchschnitt lag.

Am positivsten entwickelten sich im April die Stadt- und Reisebusse über 3,5 Tonnen. Hier stiegen die Neuzulassungen um 19,6 Prozent auf knapp 3.200 Einheiten. Sowohl West- (+16,3 Prozent auf 2.514 Busse) als auch Osteuropa (+42,9 Prozent auf 566 Busse) konnten zulegen.

Der mit Abstand größte Markt ist Großbritannien. Hier stiegen die Neuzulassungen im April um 44,7 Prozent auf 800 Einheiten. Auch im zweitgrößten Markt, Deutschland, legte die Nachfrage (+4,1 Prozent auf 528 Busse) zu. Dagegen war Frankreich als drittgrößter Markt im Rückwärtsgang (–7,9 Prozent auf 407 Busse).

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