Synthetische Kraftstoffe Österreich schließt sich der E-Fuel-Allianz an

Autor / Redakteur: ampnet / Marie-Madeleine Aust

Die E-Fuel-Allianz will die rasche Markteinführung synthetischer Kraftstoffe. Nun hat sich auch Österreich der Allianz angeschlossen.

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Österreich ist der E-Fuels Alliance beigetreten. Synthetische Kraftstoffe lassen sich unter anderem mit konzentrierter Solarenergie herstellen.
Österreich ist der E-Fuels Alliance beigetreten. Synthetische Kraftstoffe lassen sich unter anderem mit konzentrierter Solarenergie herstellen.
(Bild: Synhelion)

Die europäische E-Fuel-Allianz wächst: Am 5. November hat in Wien die Gründungsversammlung der „eFuel Alliance Austria“ stattgefunden. Sie wird rund 100 Mitglieder umfassen. Zudem wurde angekündigt, dass im nächsten Jahr in Graz eine Power-to-Liquid-Anlage errichtet werden soll. Perspektivisch sollen in dieser Anlage 240 Million Liter E-Fuels im Jahr 2030 entstehen.

„Wenn Österreich wie vom europäischen Klimagesetz angeordnet bis 2030 seine CO2-Emissionen um 48 Prozent reduzieren möchte, kommt es an der raschen Markteinführung von E-Fuels nicht vorbei“, sagte Jürgen Roth, Chef der neu gegründeten österreichischen E-Fuel-Alliance. E-Fuel-Allianz-Geschäftsführer Ralf Diemer fügte hinzu: „Wir brauchen beide, E-Mobilität und klimaneutrale Kraftstoffe. Beide Technologien schaffen zusammen mehr als eine allein". Das gelte in noch höherem Maße für Deutschland, wo noch wesentlich mehr CO2-emittierende Stromerzeuger im Netz seien.

2030 noch 200 Millionen Pkw mit Verbrenner

Allein in Europa werden im Jahr 2030 mindestens noch 200 Millionen Pkw mit einem Diesel- oder Ottomotor fahren, rechnet die E-Fuel-Allianz vor, der unter anderem der ADAC, Mazda und Deutz angehören. Porsche teste gerade den Einsatz von E-Fuels im Motorsport.

Was ist die E-Fuel Alliance?

Die E-Fuel Alliance will für die Vorteile CO2-neutraler synthetischer Kraftstoffe werben und die Produktion synthetischer Kraftstoffe intensivieren. Zu den bislang 150 Mitgliedern der Interessengemeinschaft zählen Unternehmen, Verbände und Einzelpersonen unter anderem aus der Mineralölbranche, der Automobil- und Automobilzuliefererindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, aus Forschung und Wissenschaft, der Luft- und Seefahrtbranche, der Chemieindustrie sowie aus dem Bereich der Energieproduktion und -gewinnung.

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