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Abgas-Affäre Offenbar Entlastung für BMW bei Abgasmanipulations-Vorwürfen

| Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Svenja Gelowicz

Das KBA könnte BMW einem Pressebericht zufolge schon bald von den Vorwürfen der Abgasmanipulation entlasten. Der Verein Deutsche Umwelthilfe hatte dem OEM vorgeworfen, eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut zu haben. Das KBA fand offenbar keine Hinweise.

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Der BMW 320d soll laut DUH eine Abschalteinrichtung haben.
Der BMW 320d soll laut DUH eine Abschalteinrichtung haben.
(Bild: BMW )

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ bislang keine Hinweise auf eine verbotene Abschalteinrichtung bei einem BMW 3er mit Dieselmotor gefunden. Das KBA könnte den Autohersteller daher schon bald von den Vorwürfen der Abgasmanipulation entlasten, schreibt das Magazin unter Berufung auf Insider.

Der Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte einen 320d unter die Lupe genommen und dem Autobauer vorgeworfen, die Software der Motorsteuerung manipuliert und eine illegale Abschalteinrichtung eingebaut zu haben. BMW hatte die Methoden des Vereins jedoch scharf kritisiert. Die DUH arbeite mit „erzwungenen und untypischen Fahrweisen im Randbereich“, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich im Dezember 2017 in einem Interview mit der Finanz-Nachrichtenagentur „DPA-AFX“. So könne man „plakative Emissionswerte konstruieren, die keine wirkliche Aussagekraft haben“. BMW-Fahrer bewegten das Fahrzeug bei normaler Nutzung grundsätzlich im Bereich der aktiven Abgasrückführung, so Fröhlich.

Die Untersuchung des KBA habe der „Wirtschaftswoche“ zufolge zwar erklärungsbedürftige Ergebnisse zutage gefördert. Diese konnten aber offenbar aufgeklärt werden. Die Testergebnisse der DUH habe das Amt als nicht normale Fahrbedingungen eingestuft, heißt es in dem Bericht.

Vorprüfungsverfahren läuft noch

Aktuell läuft bei der Staatsanwaltschaft München I wegen der Vorwürfe noch ein Vorprüfungsverfahren gegen einen Mitarbeiter von BMW. Die Ermittlungsbehörde habe eine vorläufige Einschätzung des KBA erhalten, schreibt die „Wirtschaftswoche“. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch BMW wollten sich dem Magazin gegenüber nicht äußern. Man wolle das endgültige Ergebnis abwarten, hieß es.

BMW betont seit Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei Volkswagen, dass die eigenen Motoren nicht manipuliert seien.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«