ZF

Offene Plattform für Telematik-Anwendungen

25.08.2010 | Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy/Hartmut Hammer / Bernd Otterbach

Der Antriebsstrang- und Fahrwerks-Systemanbieter ZF plant den umfassenden Einstieg in die Telematik. In einer strategischen Allianz mit Intel wird ZF eine Hard- und Softwareplattform auf der IAA Nutzfahrzeuge vorstellen, die für unterschiedliche Telematik-Anwendungen zur Verfügung steht.

Openmatics, so der Name des Systems, kann beispielsweise in Stadtomnibussen aller Hersteller eingesetzt werden und soll im Januar 2011 den Betrieb starten. Es besteht aus einer On-Board-Unit für die Fahrzeuge und einem webgestützten Software-Portal für die Auswertung.

Knackpunkt ist die offene Struktur von Openmatics, die den Einbau von Software von Drittanbietern ermöglicht. Die Software-Funktionen können etwa von renommierten Anbietern von Flottenmanagement-Systemen stammen, aber auch von innovativen Newcomern. ZF will sie in einem eigens dafür geschaffenen Appstore anbieten, damit die Anwender Openmatics eigens auf ihre spezifischen Anforderungen hin einrichten können. Flottenmanagement, Notruffunktionen oder die Abbuchung von Straßenbenutzungsgebühren – alles was zum Beispiel Flottenbetreiber und Verkehrsbetriebe für ihren Alltag benötigen, will ZF aus einer Hand anbieten.

Eine Box, eine Antenne, ein Systemanbieter

Zweiter Pluspunkt von Openmatics ist die Zusammenfassung der bisherigen Telematik-Insellösungen in einem einzigen System. Das heißt: nur noch eine Box, nur noch eine Antenne, nur noch ein Systemanbieter, nur ein Servicevertrag und insgesamt weniger Kosten. Ziel ist, damit einen weit verbreiteten Quasi-Standard zu schaffen.

Im Zentrum der Hardware-Box arbeitet ein leistungsfähiger „Atom“-Prozessor von Intel. Die Box ist im Hinblick auf Ausstattung und Schnittstellen für alle gegenwärtigen und viele künftige Telematik-Leistungen für Stadtomnibusse gewappnet – inklusive Multimedia-Anwendungen. Sie sendet Daten in Echtzeit via 3G, GPRS und WLAN an ein Web-Portal. Dort übernehmen Software-Applikationen die spezifische Auswertung und Aufbereitung der Daten. Auf diese Ergebnisse können dann je nach Anwendung verschiedene autorisierte User-Zielgruppen zugreifen: vom Service-Techniker, der über eventuelle Fehlfunktionen der Fahrzeugtechnik benachrichtigt wird, bis zum Flottenmanager, der die voraussichtlichen Ankunftszeiten seiner Fahrzeuge beobachten kann.

Unabhängig von OEMs

Neben dem „Atom“-Chip bringt Intel auch seine Expertise für die System-Architektur und Standardisierung offener IT-Lösungen ein. ZF steuert sein Know-how im Antriebsstrang, sein weltweites Service-Netzwerk und sein Web-Portal bei. Beide Partner betonen, dass Openmatics ein von den Fahrzeugherstellern unabhängiges Konzept ist.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zum Beitrag schreiben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 358185 / Elektronik)