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Studie OPEC-Studie sieht Potenzial für Gasantrieb

| Autor / Redakteur: SP-X / Andreas Grimm, Andree Stachowski

Eine Studie im Auftrag der Erdöl-Lobby sieht wenig Chancen für Elektroautos. Die Ergebnisse lassen keinen Zweifel an der Bedeutung fossiler Energieträger. Allerdings verschieben sich die Gewichte.

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Die OPEC räumt dem Erdgasmotor Wachstumschancen ein.
Die OPEC räumt dem Erdgasmotor Wachstumschancen ein.
(Foto: Volkswagen)

Der klassische Verbrennungsmotor wird auf absehbare Zeit die vorherrschende Antriebsart der Automobile bleiben. Laut einer Prognose der Organisation der erdölproduzierenden Länder (OPEC) sinkt der Anteil konventioneller Diesel- und Benzinfahrzeuge an der weltweiten Pkw- und Nutzfahrzeug-Flotte bis 2040 lediglich von 97 auf 92 Prozent. Innerhalb dieser Gruppe gibt es allerdings Verschiebungen. Die Opec-Studie geht davon aus, dass der Diesel-Anteil von 14 auf 21 Prozent steigen wird, die Quote der Benziner sinkt im Gegenzug von 82 auf 71 Prozent. Für alternative Antriebe bliebe folglich ein Marktanteil von lediglich acht Prozent.

Genaue Angaben zu den erwarteten Anteilen der jeweiligen alternativen Antriebskonzepte macht der nun veröffentlichte „World Oil Outlook 2014“ nicht. Die größten Wachstumschancen räumt die OPEC allerdings dem Erdgasmotor ein. Auch weil das Gas für den Lkw-Antrieb vor allem in den USA zunehmend populär wird.

Modellübersicht: Erdgasautos 2014
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E-Auto und F-Zelle ohne Chancen

Keine große Konkurrenz sehen die erdölproduzierenden Staaten hingegen im reinen Elektroauto. Eine signifikante Steigerung des Marktanteils sei aufgrund des hohen Preises und der beschränkten Reichweite unwahrscheinlich. Batterien als Energiespeicher spielen künftig nach Ansicht der OPEC lediglich in Hybrid- und Plug-in-Hybridautos eine Rolle. Auch der Brennstoffzelle – jüngst von Toyota und auch von Honda aus der Versenkung geholt – wird bis 2030 keine entscheidende Rolle zugebilligt. Es fehle an Tankstellen, die Anschaffungskosten seien ebenfalls zu hoch.

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