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Tariflohn Opel baut Stellen ab und setzt Tariferhöhung aus

| Autor / Redakteur: SM/Ampnet / Sven Prawitz

Der Autohersteller Opel startet ein Programm zum Stellenabbau. Zudem versucht die PSA-Tochter Medienberichten zufolge die vereinbarte Gehaltserhöhung um 4,3 Prozent vorläufig stunden zu lassen. Die Gewerkschaft verweigert weitere Zugeständnisse.

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Opel-Stammsitz in Rüsselsheim
Opel-Stammsitz in Rüsselsheim
(Bild: Rehberg/»kfz-betrieb«)

Ab sofort bietet Opel Mitarbeitern ein attraktives Abfindungspaket an. Das ist eine weitere Maßnahme, auf die Geschäftsleitung und Betriebsrat im Rahmen der Einigungsstelle jetzt verabschiedet haben, nachdem für die Beschäftigten von Opel bereits im Dezember vergangenen Jahres Programme für Altersteilzeit und Vorruhestand vereinbart worden waren.

„Schritt für Schritt schaffen wir mit Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit eine nachhaltige Zukunft für unser Unternehmen in Deutschland – so wie wir es gegenwärtig in ganz Europa tun“, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller. Es bleibe dabei der klare Plan des Unternehmens, betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen zu vermeiden.

Tariferhöhung stunden

Wie die „Deutschen Presse-Agentur“ berichtet, sucht Opel nach Möglichkeiten, die bevorstehende Tariferhöhung zu vermeiden. Gewerkschaftskreise bestätigten am Mittwoch einen Bericht der „Wirtschaftswoche“, demzufolge das PSA-Tochterunternehmen versucht, die im Metall-Flächentarif vereinbarte Gehaltserhöhung um 4,3 Prozent vorläufig stunden zu lassen. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zu den laufenden Verhandlungen ab.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug hatte in der vergangenen Woche klargemacht, dass er keinen Anlass zu weiteren Zugeständnissen der Beschäftigten sehe, die bereits in vorangegangenen Tarifrunden Abstriche hingenommen hatten.

Mit Material von dpa

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