Wirtschaft

Opel: Investitionen in die Zukunft

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Die Rüsselsheimer haben es sich nicht nehmen lassen, zusätzlich auch ein nagelneues Fünfganggetriebe zu konstruieren – nach ihren Marktforschungen soll diese Bauart bei Drehmomenten unter 220 Newtonmetern noch sehr lange den Markt dominieren. Selbst dem antiken Viergang-Wandlerautomaten hält die GM-Tochter noch für ein paar Jahre die Treue.

Keine klare Linie bei den Getrieben

Doch in der Kompakt- und Mittelklasse sind moderne automatische Getriebe ein Muss – das hat nun auch Opel eingesehen. Erste Frucht dieser Überlegungen ist eine Achtgangautomatik in Wandlerbauart, die demnächst vermutlich im modellgepflegten Insignia erstmals zu haben sein wird. Die Box stammt vom japanischen Zulieferer Aisin AW und kann in Kombination mit Ottomotoren 400, mit Dieselmotoren 500 Newtonmeter Drehmoment übertragen. Die Spreizung beträgt 7,8.

Das Getriebe ist start-stopp-fähig und sowohl leichter als auch kürzer als das bislang verwendete Sechsganggetriebe, meldet Opel. Bei den Testfahrten überzeugte es, wiewohl noch als Prototyp angekündigt, bereits mit sehr schnellen und sanften Schaltvorgängen und einem direkten Fahrgefühl, resultierend aus der Überbrückung des Wandlers.

Neben diesem sehr modernen Aggregat will Opel zusätzlich noch Doppelkupplungs- und stufenlose Getriebe anbieten – vermutlich in den kleineren Drehmomentklassen. Und als wäre das nicht genug, hat das Unternehmen ein neues automatisiertes Schaltgetriebe mit fünf Gängen entwickelt.

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Erträgliche Schaltqualität beim automatisierten Getriebe

Ein Fünfgang-AMT? Das klingt nach tiefsten Neunzigern und lässt einen sofort an den Smart und seine langen Schaltpausen denken – aber Opel will sich die geringen Kosten des Konzepts und seinen guten Wirkungsgrad zumindest in den kleinen Fahrzeugklassen nicht entgehen lassen. Der erste Fahrversuch in Dudenhofen zeigte eine durchaus erträgliche Schaltqualität der elektrohydraulisch gesteuerten Box – ob die Kunden sie aber annehmen werden, bleibt abzuwarten.

Die beiden neuen Motoren und die kommende Achtgang-Automatik sind konkurrenzfähige Angebote auf dem Markt, mit denen sich die Marke nicht vor VW, Ford und den anderen Nebenbuhlern verstecken muss. Und mit den vier Milliarden vom Mutterkonzern könnte der herbeigesehnte Turnaround vielleicht wirklich gelingen.

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