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Bosch Pedalweggeber für Hybrid- und E-Fahrzeuge

| Redakteur: Bernd Otterbach

Bosch hat eine neue Sensorbaureihe zur berührungslosen Pedalwegmessung vorgestellt. Der Weggeber PWG ist ein zentrales Element elektrischer Bremspedale für regenerative Bremssysteme.

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Merkmale des neuen Gebers sind die berührungslose und daher verschleißfreie Wegmessung mit einem Magnetfeldsensor und die redundante Signalerfassung. Aufgrund der geringen Baugröße der beiden Bauteilkomponenten Magnetfeldsensor und Magnetkreis lasse sich der Geber kostengünstig in eine vorhandene Fahrzeugumgebung einfügen, teilte Bosch weiter mit.

Getrennter und integrierter Magnetkreis

Der Zulieferer bietet zwei Bauarten an: Beim PWG12 sind der Sensor und der Magnetkreis getrennt voneinander verbaut. Diese Variante bietet die größere Flexibilität beim Einbau, beispielsweise zur Messung des Hubs der Bremsstange. Der PWG13 verfügt über einenen integrierten Magnetkreis. Diese Variante kann einfach mechanisch appliziert werden und misst zum Beispiel den Stellwinkel des Bremspedals. Beide Bauarten gehen laut Bosch in Kürze in Serie. Entsprechende Entwicklungsmuster seien verfügbar.

Das Messprinzip des Bosch-Pedalweggebers beruht auf der Erfassung des magnetischen Vektors eines Magnetfelds mit einem Hall-Sensor. Erzeugt wird das Magnetfeld mit einem Magnetkreis, der sowohl translatorische als auch rotatorische Bewegungen an den Hall-Sensor meldet. Bis zu 45 Millimeter Hub (PWG12) oder bis zu 55 Grad Rotation (PWG13) lassen sich auf diese Weise berührungslos messen.

Ständige Plausibilitätsprüfung für die Sicherheit

Infolge der internen redundanten Signalerfassung und -verarbeitung gibt der Pedalweggeber die Messwerte an zwei getrennten Ausgängen in Form pulsweitenmodulierter Signale aus. Ein damit gespeistes Steuergerät kann so durch Vergleich beider Signale die Messwerte einer ständigen Plausibilitätsprüfung unterziehen.

Die Kennlinie des Pedalweggebers lasse sich an die Charakteristik der Pedale anpassen, so Bosch weiter. OEMs könnten deshalb das Bauteil in großen Stückzahlen beziehen, die Anpassung an das jeweilige Fahrzeugmodell erfolge durch Programmieren des Sensors und Parametrieren des zuständigen Steuergeräts. Die Programmierung soll auch die unterschiedlichen Bauformen und Einbausituationen der Bremspedale berücksichtigen.

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