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PSA-Sparmaßnahmen Peugeot: „Wir müssen kaum Modelle streichen“

| Redakteur: Christoph Baeuchle

„Back in the Race“ heißt das Sparprogramm von PSA-Chef Carlos Tavares. Wie sich die Maßnahmen auf Peugeot Deutschland auswirken, erläutert Marcel de Rycker.

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Marcel de Rycker, Geschäftsführer Peugeot Deutschland.
Marcel de Rycker, Geschäftsführer Peugeot Deutschland.
(Foto: Peugeot)

Herr de Rycker, PSA-Chef Carlos Tavares hat angekündigt, die Zahl der Modelle von derzeit 45 auf 26 zu senken. Wie wirkt sich dies auf Peugeot Deutschland aus?

Durch die Reduzierung der Modellvielfalt lassen sich natürlich Entwicklungs- und auch Produktionskosten einsparen. Am Ende steht bei jedem verkauften Fahrzeug ein größerer Gewinn.

Und beim Angebot?

Die Reduzierung bezieht sich auf das weltweit angebotene Portfolio. Die Pläne lassen sich am besten an einem Beispiel zeigen: In Lateinamerika haben wir den 408 und in Asien wiederum einen anderen 408. Es wäre sicher denkbar, dass zukünftig in solchen Fällen auf allen Märkten das gleiche Modell angeboten wird.

In Deutschland ändert sich am Angebot also nichts?

Wir werden grundsätzlich sicher weiterhin die Vielfalt haben, die wir bereits jetzt anbieten. Aufgrund der Pläne müssen wir voraussichtlich kaum ein Modell streichen. Zum Beispiel läuft der Peugeot 807 aus.

Peugeot bleibt Vollsortimenter?

Das eine Modell kommt, das andere geht. Wir erwarten, dass wir unterm Strich keine bestimmte Zahl an Modellen verlieren werden.

Das Streichen ist die eine Seite, neue Modelle die andere. Wenn Peugeot künftig Weltautos baut: Wie groß ist der Einfluss von Europa auf die Entwicklung?

Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte in Europa, dies gilt auch für Peugeot. Nur mit den richtigen Produkten – und aktuell sind wir mit der jüngsten Modellpalette unserer Geschichte sehr gut aufgestellt – kommt Peugeot im anspruchsvollen deutschen Markt weiter voran. Wenn die Anforderungen in Deutschland passen, passen sie auch in den anderen Ländern Europas und im Rest der Welt.

Aber der Fokus liegt künftig mehr auf China, das liegt am Wachstum und am neuen Aktionär Dongfeng.

Nach seinem Start beim PSA-Konzern hat Carlos Tavares verschiedene europäische Märkte besucht, einer der ersten davon war Deutschland. Hier hat er sich eineinhalb Tage informiert, das zeigt seine Wertschätzung. Wir werden uns auch künftig Gehör verschaffen können und melden unseren Bedarf an.

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