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Reifendruckkontrolle Pflicht ab 2012?

| Redakteur: Jan Rosenow

Laut einem Plan der EU-Kommission sollen alle neuen Autos ab 2012 ein Reifendruck-Kontrollsystem besitzen. Continental fordert, dass die Systeme bereits kleinste Druckabweichungen melden.

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Reifendruckkontrollsysteme sollen nach dem Willen der EU-Kommission ab 2012 Pflicht in neuen Fahrzeugmodellen werden, berichtet der Autozulieferer Continental. Damit will die EU die Zahl der Unfälle senken, an denen Reifenplatzer schuld sind, und außerdem die Umwelt schützen. Der Hintergrund: Schleichender Luftverlust ist die Hauptursache von Reifenausfällen, und zu geringer Luftdruck erhöht den Rollwiderstand und damit den Verbrauch.

Langsamer Druckverlust, den der Fahrer nicht bemerkt, verursacht laut Conti rund 90 Prozent aller Reifenausfälle. Schuld können kleine Durchstiche von Schrauben und Nägeln oder schadhafte Ventile sein. Jeder dritte Wagen sei in Deutschland mit falschem Luftdruck unterwegs. Wenn alle Pkw korrekt aufgepumpte Reifen hätten, würde das die Pkw-Betriebskosten in Europa um jährlich 3,4 Milliarden Euro senken.

Conti fordert strenge Richtlinie

Wenn ein genau messendes Kontrollsystem den Fahrer rechtzeitig warnt, kann er entweder Luft nachfüllen oder – wenn nötig – einen neuen Reifen montieren lassen. Conti rät, dass ein verpflichtendes Reifendruckkontrollsystem den Fahrer sofort informiert, wenn der Luftdruck in wenigstens einem Reifen um zehn Prozent vom optimalen Wert abweicht. Die Continental-Experten warnen deshalb vor einer zu lasch ausgelegten technischen Richtlinie, die größere Abweichungen zuließe.

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