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Suzuki Plattform Carry

| Redakteur: Jens Meiners

Sollte es sie jemals gegeben haben, so ist die Zeit der Suzuki Carry-Plattform in Europa schon lange abgelaufen. Global indes ist die Plattform in den letzten Jahren weiter gewachsen: Fast eine Million Einheiten werden weltweit im Jahre 2007 gefertigt.

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Der Zenith ist allerdings überschritten, 2010 werden vermutlich nur noch gut 600 000 Carry mitsamt Derivaten gebaut. Es mangelt dem kleinen Transporter an passiver Sicherheit, Leistung und Komfort; längst wird der Carry auch von seinen Markenkollegen wie dem Wagon R überholt.

Dafür bietet er ein sehr gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis und ist für die engen Straßen der asiatischen Großstädte wie geschaffen. Vom Carry gibt es eine Menge Lizenzbauten – unter anderem von den Marken Chevrolet, Daewoo, Mazda, Ford und Mitsubishi. Man darf schon ein wenig erstaunt darüber sein, dass Marken, die in anderen Marktsegmenten als erbitterte Konkurrenten auftreten, kein Problem damit haben.

Die Großen der Industrie vereint

Auf der Suzuki Carry-Plattform, so scheint es, sind die Großen der Industrie treulich vereint. Darüber hinaus entsteht er bei einer Reihe chinesischer Hersteller in den unterschiedlichsten Varianten. Es wird interessant sein, ob Suzuki langfristig die Übersicht behält bzw. Nachbauten toleriert.

Japanische Typen inzwischen deutlich modernisiert

Während der Maruti Omni einen Blick auf die Anfänge der Carry-Plattform erlaubt, sind die japanischen Carry-Typen und -Derivate inzwischen deutlich modernisiert worden. Der Suzuki Every wie auch die Mazda Scrum-Modelle wirken viel ansprechender als die indischen Varianten.

Eine wiederum andere Frontpartie trägt der Suzuki Carry-Pritschenwagen. In Europa wurde der Carry als Bedford Rascal gebaut, und die nach wie vor angebotenen italienischen Piaggio Porter und Quargo sind mit dem Suzuki Carry verwandt.

Der Quargo wird von einem 0,7-Liter-Motor angetrieben, der Porter hat einen 1,3-Liter-Motor. Er ist unter anderem mit Allradantrieb sowie mit Doppelbereifung hinten lieferbar. Eine Elektrovariante ist ebenfalls lieferbar.

Kooperation mit GM existiert nach wie vor

Im Jahre 2002 hat Suzuki die Marke von 30 Millionen insgesamt gebauten Automobilen überschritten. Nach wie vor existiert eine Kooperation mit GM. Der Kapitalanteil von GM an Suzuki ist im Jahre 2006 jedoch auf drei Prozent reduziert worden. Neben Automobilen baut der japanische Konzern unter anderem Motorräder und Außenbord-Motoren für Boote.

Stückzahlen für 2007 (geschätzt)

920 844

Produktionsstandorte

Iwata/Japan

Changwon/Südkorea

Jingdezhen/China

Nanjing/China

Chongqing/China

Harbin/China

Hanzhong/China

Gurgaon/Indien

Djakarta/Indonesien

Tambun/Indonesien

Asaka/Usbekistan (Montage)

Chung Li/Taiwan (Montage)

Tucheng/Taiwan (Montage)

Santa Rosa/Philippinen (Montage)

Bogota/Kolumbien (Montage)

Weitere Modelle

Suzuki Futura

Mitsubishi Maven

Mitsubishi T120

Daewoo Damas

Daewoo Labo

Chevrolet Carry/Super Carry

Ford Pronto

Shaanxi Aircraft Carry

Hafei Carry

Changhe CH

Changan Star

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