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Toyota Plug-in-Test gestartetn

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Die Alltagstauglichkeit seines Plug-in-Hybrids auf Basis des Prius untersucht Toyota ab sofort in einem großangelegten Feldversuch im französischen Straßburg.

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Rund 100 Stück auf Basis des Hybridautos Prius davon hat Toyota zu Testzwecken an öffentliche und privatwirtschaftliche Partner in und um Straßburg geliefert. Um weitere Erkenntnisse über das Nutzungsverhalten in den wichtigsten Märkten sowie die Technik und das Leistungsvermögen des PHV (Plug-in Hybrid Vehicle) zu erlangen, setzt Toyota insgesamt 600 Wagen bei Projekten in Europa, Japan, den USA, Kanada und Australien ein. Die Serienfertigung des Prius PHV soll 2012 starten.

Der französische Energiekonzern EDF und sein Tochterunternehmen Electricité de Strasbourg (ES) unterstützen das Projekt und haben mehr als 150 Ladestationen an unterschiedlichen Standorten aufgestellt, zum Beispiel an den Wohnorten der Nutzer, den Parkplätzen der Partnerunternehmen und auch an öffentlichen Straßen. Einige der Testfahrzeuge besitzen ein von EDF entwickeltes System, das die Kommunikation von Ladestation und Fahrzeug ermöglicht. Mit diesem Modul lässt sich das Fahrzeug identifizieren und der Stromverbrauch dem Nutzer zuordnen.

Das Projekt wird zudem um den deutschen Stromversorger EnBW sowie das Bundesland Baden-Württemberg erweitert. Das Unternehmen erhält dafür zehn Plug-in-Hybride und wird die notwendigen Ladestationen bereitstellen.

Mit Lithium-Ionen-Batterie

Vom normalen Prius unterscheidet sich der PHV vor allem durch seine Lithium-Ionen-Batterie und den zusätzlichen Anschluss für einen handelsüblichen Stecker. Auf kurzen Distanzen von bis zu rund 20 Kilometern lässt sich das Fahrzeug ausschließlich mit elektrischer Kraft und damit lokal emissionsfrei und leise bewegen. Auf längeren Strecken arbeitet der Hybridantrieb und gewährleistet gute Fahrleistungen und große Reichweite.

Für Toyota ist der Plug-in Hybrid die cleverste Art, den Elektroanteil am Individualverkehr zu erhöhen. Für reine Elektrofahrzeuge sieht Toyota nämlich kaum Marktchancen, da sie zu teuer in der Anschaffung sind und auch die laufenden Kosten nicht so gering liegen, wie andere Hersteller es darstellen.

Die Möglichkeit, kurze Strecken elektrisch zu fahren, soll den Kraftstoffverbrauch des Prius PHV auf nur noch 2,6 Liter Benzin pro 100 Kilometer senken. Die CO2-Emission geht laut Toyota von 89 auf 59 Gramm je Kilometer zurück. Das Messverfahren berücksichtigt allerdings nicht die Emissionen, die bei der Stromproduktion im Kraftwerk entstehen.

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