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RFID-Chip-Studie Potenzial weitgehend ungenutzt

| Redakteur: Bernd Otterbach

Laut einer Studie schöpfen deutsche Unternehmen die Potenziale der Radio-Frequency-Identification-Technologie (RFID) bisher noch nicht aus.

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Die Studie des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT und der P3 Ingenieurgesellschaft mit dem Titel „RFID - Spielwiese für Technologiebegeisterte oder Schlüsseltechnologie zur Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen?“ besteht zum einen aus einer Unternehmensbefragung und zum anderen aus einem technischen Vergleich. An der Unternehmensbefragung haben sich rund 100 Unternehmen, unter anderem aus den Bereichen Logistik, Maschinenbau, Automobilbau, Luft- und Raumfahrt sowie Elektrotechnik aktiv beteiligt.

Mangelnde Integration

Die Studie belegt, dass Unternehmen das Potenzial von RFID bisher kaum ausschöpfen: Etwa 80 Prozent der Befragten bezeichnen die Erwartungen und Erfahrungen mit RFID als negativ. Bei den meisten RFID-Einführungen mangelt es an der Integration von Prozessen, detaillierten Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und technischem Know-how.

Bisherige Projekte gehen kaum über einfache logistische Anwendungen hinaus. Die Unternehmen sind häufig inkonsequent bei der Automatisierung gesamter Prozessketten. 66 Prozent nutzen die Chancen der Technologie nicht zur Integration unternehmensübergreifender Prozesse.

Nur für Technologiebegeisterte

Die technische Vergleichsstudie zeigt, dass die Leistung einzelner RFID-Komponenten von verschiedenen Parametern abhängig ist, so führen die Inkompatibilität existierender Standards sowie der Aufbau und die Ausrichtung von Systemkomponenten häufig zu Schwierigkeiten.

Nach Ansicht der Experten zeigen die Ergebnisse der Studie, dass RFID tatsächlich noch eine Beschäftigung für Technologiebegeisterte ist. Damit sich RFID zur Schlüsseltechnologie zur Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen wandelt, müssen zukünftige Anwendungen die automatische Datenerfassung mit lokalisierenden und historischen Produktdaten sowie Geldflüssen kombinieren und die Wertschöpfungskette vollständig abbilden.

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