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Brose Preisdruck macht sich bemerkbar

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Der Autozulieferer Brose bekommt den Preisdruck in der Branche zu spüren: Das Ergebnis 2004 verfehlt die interne Zielmarke.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Der Autozulieferer Brose bekommt den Preisdruck in der Branche zu spüren. "Das Jahr 2004 war kein einfaches", sagte der geschäftsführende Gesellschafter Michael Stoschek am Donnerstag, 09.12., in München. Zwar werde der Brose-Umsatz in diesem Jahr wegen der hohen Nachfrage unter anderem bei Fensterhebern um vier Prozent auf erstmals rund zwei Milliarden Euro steigen.

Das Ergebnis sei aber wegen der rückläufigen Preise hinter der Umsatzentwicklung zurückgeblieben und habe die interne Zielmarke verfehlt. Ziel bei Brose ist laut Stoschek eine Umsatzrendite von fünf Prozent.Davon habe man sich 2004 allerdings weiter entfernt. Absolute Ertragszahlen nennt das Coburger Unternehmen traditionell nicht. Auch im kommenden Jahr werde es wohl nicht gelingen, die Preissteigerungen auf der Einkaufsseite - zum Beispiel beim Stahl - an die Kunden weiter zu geben, sagte Stoschek.

Auch deshalb müsse das Familienunternehmen die Kosten drücken. 2005 dürften die Personalkosten in Deutschland nicht steigen, in den Folgejahren müssten sie dann deutlich gesenkt werden. "Wir arbeiten an neuen Wegen, mit denen wir die Belastungen unserer Produkte durch Personalkosten reduzieren können, möglichst ohne die Nettoeinkommen unserer Mitarbeiter zu verringern." Dabei seien für die Unternehmensführung auch längere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn sowie die Streichung von Urlaubstagen ein Thema.

2005 sieht Brose bei Türsystemen und Sitzverstellungen Wachstumspotenzial allein im Ausland. "Das Auslandsgeschäft wird um mehr als 30 Prozent wachsen." In Deutschland zeichne sich dagegen ein leichter Rückgang ab. Im kommenden Jahr werde Brose somit erstmals mehr als die Hälfte seines Umsatzes im Ausland machen. Bei den Mitarbeitern sind derzeit noch 57 Prozent der rund 8300 Arbeitsplätze in Deutschland.